Mobile Nullfuge: Strategische Vertriebskooperation mit Praxisnutzen

Mafells Kluge-Kante

Der wohl erste mobile Nullfugenbekanter liegt nun in Mafell’s Händen. Optional integriert im multifunktionalen Bearbeitungstisch rundet er Vorteile der Heißlufttechnik buchstäblich ab.
Was er auf der Rolle hat, lesen und sehen Sie in diesem Beitrag samt Live-Videos von der Messepremiere und Erklärvideo.

BM-Redakteur Marc Hildebrand

Einen mobilen Nullfugenbekanter zeigte Mafell erstmals auf der Ligna 2019. Dabei ist das Aggregat in dem multifunktionalen Bearbeitungstisch selbst kein Unbekannter. Es handelt sich um den bewährten Hit-M der Firma Kluge, mit der Mafell nun kooperiert. Mafell vertreibt damit nun exklusiv das erste mobile Aggregat für Nullfugen ohne zusätzliche Peripherie.

Mit der Heißluft-Injektionstechnik lassen sich Kanten ganz ohne zusätzlichen Kleber auffahren. Den Ablauf zeigt die Galerie oberhalb und Erklärvideos unten im Beitrag.

Verarbeitet werden können handelsübliche Nullfugenkanten bis 103 mm Kantenhöhe (koextrudiert, nachbeschichtet) und vorbeschichtete EVA-Schmelzkleberkanten. Das Gerät selbst braucht Strom (230 V, 3,05 kW, 13,3 A) sowie Druckluft (max. 10 bar). Integriert sind drei Andruckwalzen, zwei davon motorisch angetrieben , und eine dritte, schwenkbare Walze (optional ebenfalls angetrieben) – praktisch z. B. für Innenecken, die sich übrigens bis runter auf R 10 mm noch ankanten lassen.

Integriert in den Bearbeitungstisch (BAT) mit Winkelverstellung wird mobil zu halbstationär. Für die individuell sichere Werkstückauflage lassen sich 42 Stück 360°-Kugelrollen variabel positionieren. Die Tischgröße beträgt 730 x 450 mm, die Arbeitshöhe 1000 mm.

www.mafell.de


Kompakt erklärt

Welche Vorteile hat die Nullfuge?

Unter dem Begriff „optische Nullfuge“ versteht man den „unsichtbaren“ Übergang zwischen der Oberflächen- und der Schmalkantenbeschichtung. Platte und Kante erscheinen wie aus einem Guss.

Zudem erhöht sich die Wärmestandfestigkeit sowie Wasserfestigkeit wesentlich. Da die Klebebeschichtung auf der Kante immer konstant ist, ist es auch die Verklebung selbst. Im Fertigungsprozess wird eine zusätzliche Lackierung überflüssig und der Kleberwechsel entfällt ebenso wie die Leimbeckenreinigung. Zudem ist immer richtige Leimfarbe am Start. Das alles erhöht Wirtschaftlichkeit und Flexibilität. Mit mobilen Geräten lassen sich auch Formteile in Nullfugenqualität herstellen.


BM-Video: Grade Kanten auffahren mit dem Hit-M am Bearbeitungstisch (BAT)

(Quelle BM-Video: Marc Hildebrand)


BM-Video: Geschwungene Kanten auffahren mit dem Hit-M am Bearbeitungstisch (BAT)

(Quelle BM-Video: Marc Hildebrand)


Erklärvideo zum Arbeitsablauf: Auspacken, einstellen losfahren