BM-Serie „Ideen von Kollegen“: Der Imagefilm

Dafür stehen wir

Um den Geist des Unternehmens lebendig darzustellen, wählte die Schreinerei Eham einen zwar aufwendigen, aber unmittelbar die Gefühle ansprechenden Weg: den Film.

Autor: BM-Redakteurin Regina Adamczak
„Mit einem Film lassen sich Emotionen unmittelbar transportieren“, ist Sophia Eham überzeugt. Denn so kurz wie der Imagefilm, der den Einstieg zur Internetseite bildet, auch ist – immerhin dauert er nur zweieinhalb Minuten –, so deutlich wird einem Außenstehenden: So tickt das Unternehmen.

Dabei gibt es viele Facetten: „Mir ist die Verbundenheit mit unserer Gegend ganz wichtig. Wir sind in einer großen Tradition aufgewachsen“, sagt Josef Eham, Gründer und Inhaber der Haushamer Schreinerei. „Leidenschaft“, sagt einer der Mitarbeiter. „Freude am Holz“, fügt ein anderer hinzu. Um das Produkt als solches geht es nur am Rande. Das sei eh schwierig, bringt es Josef Eham im Film auf den Punkt: „Wir haben ja eigentlich gar kein Produkt. Jeder Tag ist anders, es gibt immer neue Herausforderungen.“ Und so gibt es nur einen kleinen Schwenk zum Thema Boden: „Da stehst Du mit beiden Beinen jeden Tag drauf“ und zum Thema Küche: „Da treffen sich alle, da hat man Spaß zusammen.“
„Nebenbei“ soll vieles andere deutlich werden: Transparenz und Ehrlichkeit, Freude an der Arbeit und das Miteinander. „Auch wenn wir im Highendbereich arbeiten, ist es uns wichtig, mit den Kunden auf Augenhöhe zu sein. Aus der Zusammenarbeit entwickeln sich manchmal ganz enge, freundschaftliche Verhältnisse“, erzählt Sophia Eham.
Doch eines der wichtigsten Elemente für den Erfolg des Unternehmens seien die 65 Mitarbeiter. „Wir wären nicht das, was wir sind, ohne das Engagement unserer Mitarbeiter, ohne dass jeder immer alles gibt. Jeder Einzelne ist wichtig.“
Dass auch die Mitarbeiter von diesem Geist getragen sind, glaubt man gerne. „Super Team, total nette Leut’“, sagt einer stellvertretend im Film. „Ich gehe jeden Tag gerne in die Arbeit. Das ist nichts Philosophisches. Das sind Leute, mit denen ich mich gerne umgebe. Das sind Handwerker, das sind tolle Typen.“ Als die Mitarbeiter den Film das erste Mal sahen, gab es Standing Ovations.

Auf den Punkt gebracht: Nicht einfach, aber effektiv

„Für was steht die Schreinerei Eham?“ Den „Spirit“ eines Unternehmens in einem Film darzustellen, sei nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint, sagt Schreinermeister Josef Eham. „Meine Tochter Sophia, die für Marketing und Kommunikation zuständig ist, hat gemeinsam mit einem erfahrenen Creative Director die einzelnen Szenen vorab in einem Storyboard geplant und visualisiert. Warme Farben, viel Gegenlicht, wenig Schärfentiefe: Das waren die Vorgaben an den Kameramann, der auch schon Erfahrung mit Imagefilmen hatte. Zudem muss es dem Filmteam gelingen, dass die Mitarbeiter sympathisch und entspannt erzählen. Zwei Tage hat der Dreh gedauert, die Gesamtproduktion aber fünf Monate. Ein Film ist zwar ein teures, aber auch sehr effektives Marketinginstrument.“