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Thomas Radermacher neuer Präsident

TSD: Konrad Steininger verabschiedet sich
Thomas Radermacher neuer Präsident

Auf der Mitgliederversammlung des Bundesinnungsverbandes des Tischler- und Schreinerhandwerks haben die Delegierten Thomas Radermacher zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Er folgt auf Konrad Steininger, der nach 15 Jahren im Präsidium – zunächst als Vize-Präsident und seit 2010 als Präsident – nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Anspruchsvolle Zielsetzungen

In die Ära Steininger fiel unter anderem die grundlegende Modernisierung der Innungsorganisation, im Zuge derer gleich mehrere Meilensteine zur Zukunftssicherung der Branche erreicht wurden.

Radermacher will an diesen erfolgreichen Weg anknüpfen und neben Errungenschaften wie der Branchenmarke TSD, dem professionalisierten Nachwuchsmarketing durch die Nachwuchskampagne, dem Auf- und Ausbau der Fachliteraturreihe sowie der Umsetzung verbändeübergreifender digitaler Serviceleistungen insbesondere die Bereiche Technik und Normung, die politische Vernetzung und die finanzielle Ausstattung weiter ausbauen.

„Beruf ist meine Leidenschaft“

Der 57-jährige Tischlermeister und öffentlich bestellte Sachverständige aus Meckenheim bei Bonn brennt für sein Handwerk: „Mein Beruf ist meine Leidenschaft“, nennt er sein Credo in Berlin. Auch deshalb schätzt er die Arbeit seines Vorgängers und sieht den Bundesinnungsverband sehr gut aufgestellt. Kontinuität bedeutet für Radermacher aber auch kontinuierliche Weiterentwicklung: „Die Sichtbarkeit unserer Organisation nach innen und außen weiter zu erhöhen“ und Kompetenzen zu bündeln, seien dabei zwei wichtige Ziele für die kommende Amtszeit.

Neu im Präsidium

Neben Thomas Radermacher wählten die Delegierten Heino Fischer (Schleswig-Holstein) und Stefan Zock (Rheinland-Pfalz) zu ihren neuen Vizepräsidenten. Außerdem wurden Karl-Friedrich Hodapp (Saarland), Wolfgang Pflücke (Baden-Württemberg), Mario Schmidt (Mecklenburg-Vorpommern) und Matthias Winter (Niedersachsen/Bremen) ins Präsidium gewählt.

Mit einem persönlichen Grußwort schloss sich auch ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer den Glückwünschen sowie den fünf Dankesreden für die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder an und bekräftigte den Stellenwert und die Bedeutung der Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks als wichtigen Mitstreiter für die Interessen des deutschen Handwerks.

Gegen Mindestvergütung und Abwertung des Meisterbegriffs

Um die Belange der Branche ging es in den anschließenden Sachdiskussionen. Dabei positionierte sich TSD unter anderem nachdrücklich zur Mindestausbildungsvergütung und zur Reform des Berufsbildungsgesetzes. Die Mindestausbildungsvergütung lehnt die Branchenvertretung als nicht zu akzeptierenden Eingriff in die Tarifautonomie ab.

Bei der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes setzt sich Tischler Schreiner Deutschland gegen die Abwertung des Meisterbegriffs durch akademische Wortspiele zur Wehr. Im Klartext: „Der Begriff ‚Berufsbachelor‘ könnte den Meistertitel im Sinne von Vergleichbarkeit und akademischer Entsprechung ergänzen, aber sicherlich nicht ersetzen oder verdrängen“, wird TSD-Präsident Radermacher deutlich.

Dank und Ehrungen

Mit starken Emotionen, großer Dankbarkeit und Standing Ovations ehrten und verabschiedeten die Delegierten die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder für ihr herausragendes Engagement. Neben Konrad Steininger (Bayern) erhielten Heinz Pütz (NRW), Karlheinz Kramer (Sachsen), Reinhard Nau (Hessen) und Anton Gindele (Baden-Württemberg) in großer Anerkennung ihrer Leistungen die TSD-Ehrennadel in Gold. Steininger wurde außerdem zum TSD-Ehrenpräsidenten und Pütz zum TSD-Ehrenvizepräsidenten ernannt. (bs/Quelle: TSD)

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