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Weg vom rechten Winkel

Technikerstücke aus Melle
Weg vom rechten Winkel

Heute wird in der beruflichen Weiterbildung großer Wert auf eine praxisnahe Ausbildung gelegt. Dazu gehören Kooperationen mit Unternehmen, Praktika, aber auch die Planung, Konstruktion und Fertigung von Möbeln unter „Alltagsbedingungen“. Angehende Techniker der Fachschule Melle haben dafür ein besonderes Thema gewählt.

In der Fachschule Holztechnik Melle in Niedersachsen werden in einem Zeitraum von zwei Jahren Tischler und Holztechniker zu staatlich geprüften Technikern der Fachrichtung Holz ausgebildet. Im Rahmen der Weiterbildung müssen die angehenden Führungskräfte auch ein sogenanntes Technikerstück planen, konstruieren und fertigen. Dieses steht jeweils unter einem bestimmten Motto. Der letztjährige Jahrgang wählte den provokanten Titel „Weg vom rechten Winkel“: Durch Flächenfaltungen sollten neue, interessante und skulpturhafte Möbel entstehen.

Weitere Vorgaben in den Funktionselementen und in der Formensprache engten den Gestaltungsspielraum darüber hinaus zusätzlich ein. Entstanden sind komplexe und ausgefallene Möbelstücke, die kaum einen 90°-Winkel aufweisen.
Umfangreiches Briefing
Die genaue Aufgabenstellung für das durch OStR Martin kleine Bornhorst betreute Semesterprojekt im Schuljahr 2012/13 lautete, ein Möbel mit zwei verschiedene, Funktionen zu entwickeln, das keine sichtbaren 90°-Winkel aufweist. Es sollte von mehreren Seiten zu benutzen sein, keine definierte Frontorientierung aufweisen und nach Möglichkeit frei stehend konstruiert sein. Darüber hinaus sollte ein Volumen von maximal 0,5 m³ nicht überschritten werden und das Stück in 14 Tagen zu bauen sein.
Die Themen wurden dabei als fächerübergreifende Projekte erarbeitet und umfassten die Bereiche Gestaltung und Konstruktionslehre, Fertigungs-, Oberflächen- und Informationstechnik und CAD/CAM. Die Aufgabenstellung wurde von jedem Technikerschüler der Klasse in Form einer Einzelarbeit entworfen, konstruiert und anschließend gefertigt. Alle Arbeitsunterlagen, wie Stücklisten und Fertigungszeichnungen, waren ebenso wie die fotorealistische Präsentation Bestandteil der Gesamtaufgabe.
Breite Unterstützung für das Projekt
Für die Planung und Konstruktion standen den Schülern der Fachschule die Programme Autocad 2012 und Imos 10 zur Verfügung. Alle Schüler nutzten die umfangreichen Möglichkeiten der freien Konstruktion der CAD/CAM-Software Imos, um ihre Entwürfe zu planen, Zeichnungen abzuleiten und CNC-Daten zu erzeugen. Die eingehende Beschäftigung mit der Software intensivierte und festigte die Kenntnisse der Technikerschüler im Umgang mit dem Softwarepaket.
Bei der Realisierung des Projektes konnten sich die Meller Techniker über eine großzügige Unterstützung durch die Unternehmen Hettich im Bereich Beschläge und ICI Zweihorn in Sachen Oberflächenmaterialien freuen. Zur Fertigung der Semesterarbeiten stand die fast 600 m² große Werkstatt der Fachschule zur Verfügung. Eine große Auswahl an Standard- und Spezialmaschinen ermöglicht dort die maßgenaue Realisierung auch komplizierter Konstruktionen.
Komplexe Aufgabe – kreative Lösungen
So umfassend die gestellten Anforderungen, so unterschiedlich waren denn auch die Lösungen der Technikerschüler. Insgesamt entstanden 24 sehr verschiedenartige Möbelstücke und -typen, die eine gemeinsame – durch die Aufgabenstellung bedingte – kristalline Formensprache aufweisen. Vom Bar- und Badezimmermöbel über Wandkonsolen, frei stehende Raumteiler und Säulenmöbel bis hin zu Couchtischen war eine hohe Bandbreite an Möbeltypen vertreten.
Doch mit der Realisierung der Technikerstücke im Maßstab 1:1 war der engagierte Einsatz der Meller Techniker noch nicht beendet: Speziell für den Messeauftritt zur Ligna 2013 in Hannover wurden mithilfe des Programmes „Cinema 4D“ Videoanimationen der Semesterarbeiten entwickelt. I
Fachschule Holztechnik Melle
49324 Melle
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