Heidelberg Coatings optimiert Lacke und Verfahren zusammen mit Bürkle

„Lackieren ist ein komplexes Thema“

„An das Thema Oberfläche wird oft erst ganz am Schluss gedacht.“ Klaus Siebenbrock, Vertriebsleiter bei Heidelberg Coatings, weiß auch warum: „Das ist ein komplexes Thema und die Anforderungen sind gestiegen.“ Um den Kunden in Handwerk und Industrie mehr Sicherheit zu geben, steht Beratung bei Heidelberger an erster Stelle. Der Lackspezialist arbeitet dabei eng mit Bürkle zusammen, dem Anbieter von hochtechnisierten Lackiersystemen.

BM-Redakteurin Regina Adamczak

„Die Herausforderungen des Marktes sind größer geworden“, sagt auch Martin Straub. Der Laborleiter ist seit 20 Jahren bei der
Heidelberger Lackfabrik und weiß, wovon er spricht. Absolut kratzfest sollen die Lacke sein und natürlich lichtecht. „Inzwischen sind zudem vier unterschiedliche Arten von Abrieb definiert.“ Zusammen mit seinem Team arbeitet er daran, die Produkte ständig weiter zu optimieren. Im Fokus stehen dabei umweltfreundliche, wasserbasierende Lacke und Beizen, aber auch Produkte auf der Basis nachwachsender Rohstoffe. Denn auch die Anforderungen an die Umwelt sind gestiegen: Vor 25 Jahren begann in Handwerk und Industrie der Umstieg von lösemittelhaltigen Beschichtungsmitteln auf wässrige Systeme. Auch UV-härtende Lacke kamen vermehrt dazu. Aktuell werden verstärkt Lacksysteme nachgefragt, die mit LED-Technik aushärten.

LED-Technik ist leistungsstärker

Die Heidelberger Lackfabrik und der Anlagenbauer Bürkle sind mit ihren Entwicklungsteams den Trends stets einen Schritt voraus, um den Anforderungen des Marktes gerecht werden zu können. „Sowohl auf der chemischen als auch auf der technischen Seite ist in den vergangenen Jahren viel passiert,“ erklärt Martin Brümmerstädt, Produktmanager bei der Robert Bürkle GmbH. „Schon 2008 haben wir die erste LED-Trocknungsanlage ausgeliefert, aber mittlerweile ist die LED-Technik viel leistungsstärker geworden.“ „Und auch die Lacke haben wir laufend verbessert,“ setzt Martin Straub hinzu. „Sodass nach dem Trocknungsdurchgang 90 bis 95 % der Aushärtung durch radikalische Polymerisation abgeschlossen ist.“ Das sei wichtig, denn gerade in der industriellen Fertigung soll es möglichst wenig Verweilzeiten geben. „Trocknung kostet Geld.“ Die weiteren Vorteile der LED-Technik liegen auf der Hand: Energieeinsparung, längere Lebensdauer der Lampen, keine Aufheizzeit. Zudem können auch dunkle Lacke problemlos getrocknet werden, da die Oberflächen kaum warm werden. „LED hat Zukunft“, ist sich Patrick Ade, Verkaufsleiter Lackieren bei Bürkle, sicher. „Im Moment spüren wir bei diesem Thema viel Enthusiasmus.“

Individuelle Beratung ist wichtig

An ihre Grenzen stößt die LED-Technik allerdings zum Beispiel, wenn es um dreidimensionale Werkstücke geht, denn der Strahlenabstand zum lackierten Teil sollte maximal 10 mm betragen, um eine zuverlässige Vernetzung zu garantieren.

Und nicht zuletzt ist der Anschaffungspreis einer Anlage vergleichsweise hoch. „Wir beraten unsere Kunden hier von Anfang an ganz individuell,“ sagt Klaus Siebenbrock. Und Patrick Ade bestätigt: „Es gibt nicht DAS EINE perfekte System. Für jeden wird die passende Lösung gesucht. Wichtig ist es, bei Neuinvestitionen von Anfang an, alle an einen Tisch zu holen: den Lackhersteller genauso wie den Anlagenbauer. Nur im Zusammenspiel gibt es ein perfektes Ergebnis.“

Auftrag mit industrieller Technik

Außerdem gelte es, bei Neu- oder Umplanungen von Fertigungen die Oberflächentechnik frühzeitig in den Fokus zu nehmen. „Heute ist Zeit Geld,“ bringt es Klaus Siebenbrock auf den Punkt. „Die Anlagen müssen von Anfang an fehlerfrei laufen, das Ergebnis muss perfekt sein.“

Im Technikum der Bürkle GmbH erfolgt der Lackauftrag mit der „Robus pro“, einer Maschine für die industrielle Spritzlackierung. Das Besondere ist der vollständig optimierte Luftstrom in der Lackierkabine, der eine effiziente Lackierung ermöglicht. Anschließend werden die lackierten Teile durch einen Düsen-Trockner geführt, damit das im Lack enthaltene Wasser entweichen kann. Dieses muss vor der Aushärtung mit LED-Licht vollständig abgetrocknet sein. Zum Abschluss werden die Teile durch die LED-Härtungsanlage geführt.

Service wird großgeschrieben

Auch wenn eine Fertigung schon läuft, sind die Anforderungen an die Oberfläche groß und es tauchen auf Verarbeiterseite viele Fragen auf. Bei Heidelberg Coatings kümmern sich in der Praxis erfahrene Anwendungstechniker um die Belange der Kunden. „Service wird bei uns großgeschrieben“, erklärt Martin Straub. „Unsere Devise ist: Aus der Praxis für die Praxis.“ Und auch wenn die Zusammenarbeit mit Bürkle ein wichtiger Baustein im Unternehmenskonzept von Heidelberg Coatings ist, wird natürlich in Sachen Anlagentechnik unabhängig vom Hersteller beraten.

Heidelberg Coatings

69123 Heidelberg

www.heidelbergcoatings.com

Robert Bürkle GmbH

72250 Freudenstadt

www.buerkle-gmbh.de


Der HD-Aqua LED Color

Stark in Farbe

HD-Aqua LED Color ist ein umweltfreundlicher nahezu geruchloser, wasserverdünnbarer Decklack zum Lackieren von Möbeln, Innentüren, Fronten, etc. Der Lack enthält reaktive Gruppen, die durch LED-Licht ausgehärtet werden. Die chemischen und physikalischen Beständigkeiten sind ausgezeichnet und für Innentüren geeignet. Zusammen mit einem Härter wird er auch den Anforderungen der Küchenindustrie gerecht. Der HD-Aqua LED Color wird zur Zeit im Glanzgrad stumpf-matt angeboten, da dieses den Marktanforderungen entspricht. Auch Seidenglanz wäre möglich. „Für einen farblosen LED-Lack sind die Rohstoffe aktuell noch zu kostspielig“, so Laborleiter Martin Straub.



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