Mineralwerkstoffhersteller Varicor: Viel Erfahrung trifft große Fertigungstiefe. So macht es kein anderer - BM online
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So macht es kein anderer

Mineralwerkstoffhersteller Varicor: Viel Erfahrung trifft große Fertigungstiefe
So macht es kein anderer

Gesteinsmehl, Granulat, Harz, Farbe und dann – zack, fertig – Mineralwerkstoff? Ganz so einfach ist es nicht, weiß Markus Gröger, Geschäftsführer von Varicor, aus jahrzehntelanger Erfahrung. „Wir sind ein Spezialunternehmen mit Spezialwissen.“ Geometrisch komplexe Gussformen, schicke Sonderfarben und ein Labor für die ganz individuellen Anforderungen: „In dieser Komplexität macht das kein Mineralwerkstoffhersteller am Markt.“

BM-Redakteurin Regina Adamczak

Begonnen hatte alles mit dem Plattenmaterial. Ein Holzwerkstoffhersteller erkannte vor mehr als 30 Jahren das Potenzial von Mineralwerkstoff und baute im elsässischen Wisches, westlich von Straßburg, eine Produktion auf. Anfangs war die Fertigung nah an der Sanitärbranche ausgerichtet, einem der größten Abnehmer. Doch Varicor entwickelte sich weiter. „Die weiße Mineralwerkstoffplatte ist aus dem Markt nicht mehr wegzudenken und natürlich auch bei uns ein gängiges Produkt“, sagt Markus Gröger, der vor zwei Jahren die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen hat. „Doch wirklich interessant sind die Spezialitäten, geometrisch komplexe Formen, ungewöhnliche Farbstellungen, ausgezeichnete Beständigkeiten und technisch beste Eigenschaften.“ Und damit kann Varicor punkten.

Sonderfarben ganz nach Wunsch

„Was uns ausmacht, ist die große Fertigungstiefe. Wir haben alles im Haus: Labore, Formenbau, neun Gießanlagen und natürlich alle Möglichkeiten der Bearbeitung – von der 5-Achs-CNC bis hin zum Schleifroboter. Und all das getragen von einem exzellenten Team.“ Damit sei das Unternehmen den Anforderungen am Markt mehr als gewachsen. „Wir sind schnell und flexibel.“

Das fängt bei der Farbgebung an: „Natürlich haben wir ein Programm mit 53 Standardfarben, das wir erst jüngst trendorientiert aktualisiert haben. Aber das wirklich Besondere ist unser Farbkonfigurator. Damit können wir ganz nach Kundenwunsch jegliche Farbtöne aus der RAL- und NCS-Palette nachstellen und dazu kann die Granulatstruktur spezifisch gewählt werden. Individuelle Farbwünsche erfüllt Varicor schon lange, aber mit dem Online-Konfigurator haben wir ein leicht verständliches Tool geschaffen, dass diesen Service greifbar macht.“ Sonderfarben seien besonders in der Hotelbranche oder im Schiffsbau gefragt. Aber nicht nur das. Dazu können die Spezialisten individuelle Gussformen anbieten, also zum Beispiel Waschbeckenformen ganz nach Kundenwunsch. „Ab Stückzahl 1, richtig rentabel wird es im Projekt ab 50 Teilen.“

Gusstechnik bietet zahlreiche Vorteile

Von der Gusstechnik sind die Spezialisten bei Varicor überzeugt: „Natürlich kann man Mineralwerkstoff gut kleben, keine Frage“, sagt Markus Gröger. Bei Theken und im Innenausbau sei das auch kein Problem. Doch gerade im Nassbereich seien die Klebefugen auch die kritischen Punkte, weiß der gelernte Schreiner und studierte Holztechniker. „In Bad und Küche können Fugen sich verfärben, verschmutzen oder sie zeichnen sich später ab.“ All das kann bei gegossenen Teilen nicht passieren. Hier gibt es keine Klebefugen. Für Varicor ist die Gusstechnik deshalb die erste Wahl bei Formteilen aller Art. Allein 1200 Gussformen sind zur Zeit in der laufenden Produktion.

Vier Mitarbeiter sind allein mit dem Formen- und Werkzeugbau beschäftigt, gerade bei komplexen Strukturen profitieren die Kunden vom unternehmenseigenen Know-how. Und auch Standard-Formteile können durch den flexiblen Formenbau maßvariabel angeboten werden.

Doch mit der Form ist es nicht getan: „Anspruchsvolle Gussteile herzustellen, braucht eine Menge Erfahrung“, weiß Gröger. Wie verteilt sich das Granulat gleichmäßig in der Form? Wie gelingt eine optimale Temperaturführung, um ein spannungsfreies Endprodukt zu erhalten? All das müssen die Spezialisten im Griff haben, um Prozesssicherheit gewährleisten zu können.

Zusatznutzen durch hauseigenes Labor

Auch das hauseigene Labor trägt seinen Teil dazu bei, dass die Produkte nah am Kunden sind. „Gerade für unsere Kunden in der Medizin, in der Luftfahrttechnik, im Schiffsbau und im Schienenverkehr müssen die Mineralwerkstoffe eine Vielzahl von spezifischen Eigenschaften haben. Wir entwickeln eigene Rezepturen und garantieren, dass Prüfnormen erfüllt werden.“ Gefragt waren jüngst natürlich besonders die antiviralen Eigenschaften und die Desinfektionsmittelbeständigkeit, wie könnte es anders sein. Hier entwickelten die Laboranten mit speziellen Additiven eine entsprechende Oberfläche, die optional angeboten wird. Aber auch Eigenschaften wie Hitzebeständigkeit oder Brandschutz sind gefragt. Die Eigenschaften können von Charge zu Charge individuell eingestellt werden. Die Qualität wird laufend kontrolliert. „Wir testen auch die Produkte von Marktbegleitern und stellen immer wieder fest, wie groß die Unterschiede sein können.“

Umfangreiches Formteilprogramm

Das alles macht Varicor nicht nur für die Sanitärbranche interessant, auch wenn hier nach wie vor der meiste Umsatz generiert wird. Schreiner und Tischler können aus einem umfangreichen Standardprogramm wählen. Das Lieferprogramm umfasst Aufsatz- und Unterbauwaschbecken, Duschwannen und Badewannenkörper in vielen verschiedenen Farbstellungen. „Wir wollen gleichzeitig Vielfalt und Systematik bieten, deshalb haben wir unsere Produkte in durchgängige Designfamilien gegliedert.“ Auch das Design wird im Unternehmen entwickelt. „Wir sind nah am Markt und haben ein Gespür für die aktuellen Trends.“ Für das ovale Becken mit Schlitzablauf aus der VTO-Produktlinie gab es in diesem Jahr sogar den if Design Award.

Bei allem Standard legt das Unternehmen auch hier Wert auf die Möglichkeiten der Individualisierung: So können die Waschtische ab Stückzahl 1 maßvariabel bestellt werden. Ein großer Vorteil gerade im individuellen Innenausbau.

Das Plattenmaterial gibt es standardmäßig in den Stärken 8, 12 und 19 mm. Aber auch hier gilt: „Wir können jede Stärke.“ Zudem werden Platten auf Wunsch auch in verschnittoptimierter Größe gegossen. Das vermeidet Abfall und ist unter Umständen kostengünstiger. Ein weiterer Schritt hin zum kundenspezifischen Angebot, denn genau hier sieht Varicor seine große Stärke.

Interessenten sind herzlich eingeladen

„In dieser Komplexität macht das kein Hersteller am Markt. Durch unsere hohe Fertigungstiefe sind wir schneller und flexibler als alle anderen Anbieter am Markt. Und das auch noch im Herzen von Europa. Wir machen alles selbst: Das fängt beim Mahlen des Granulates und der Klebstoffherstellung an und geht über die Labormöglichkeiten bis hin zum Formenbau. Da bleibt kein Wunsch offen.“

Die Herausforderung liegt darin, dem Kunden die vielen Möglichkeiten zu zeigen und greifbar zu machen. Die Homepage informiert umfassend – inklusive Maßangaben – über alle Produkte und Services, attraktive und inhaltsstarke Broschüren gibt es als Download oder in gedruckter Version. Und wer es noch genauer wissen will, ist herzlich eingeladen, die Produktion im Elsass zu besuchen. „Wir sind ganz offen und zeigen gerne unseren Kunden alle Möglichkeiten direkt in unserem Unternehmen, damit klar wird, was wir leisten können“, macht Gröger deutlich.

Selber machen oder machen lassen

Nah dran sind auch die elf erfahrenen Top-Verarbeiter, die deutschlandweit die Varicor-Produkte weiterverarbeiten – für Serien oder exklusive Projekte. „Das Know-how und die Möglichkeiten in der Fertigung in Deutschland sind einzigartig.“ Schreiner und Innenausbauer, die wenig Erfahrung mit der Mineralwerkstoff-Verarbeitung haben oder gerade in einem Kapazitätsengpass stecken, können auf die Expertise der Spezialisten zurückgreifen. Varicor vermittelt den Kontakt. „Wir pflegen einen familiären Umgang mit unseren Verarbeitern. Bindung und Augenhöhe sind uns wichtig“, unterstreicht Markus Gröger.

Kunden profitieren von effizienter Produktion

Das Unternehmen sei gut für die Zukunft aufgestellt. Flache Hierarchien binden die 140 Mitarbeiter in der elsässischen Fertigung und in der Firmenzentrale in Gaggenau ein. Gerade in den letzten zwei Jahren hat es noch mal einen Schub gegeben: Die vierte 5-Achs-CNC wurde in Betrieb genommen, ein automatisches Plattenlager, eine halbautomatische Gießlinie, neue 3D-Programme, die die Planung und Programmierung noch einfacher machen, aber auch kleine Verbesserungen im Materialfluss sorgen dafür, dass die Fertigung noch effizienter läuft. Und das kommt vor allem den Kunden zugute: „Wir wollen besser sein, wir wollen individueller sein und wir wollen flexibler sein“, bringt es Markus Gröger auf den Punkt.

Varicor GmbH

76571 Gaggenau

www.varicor.com

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