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Von der Masse zur Klasse

60 Jahre Schorn & Groh
Von der Masse zur Klasse

Die Hamburg Elbphilharmonie, schicke Bentleys und Apple Stores haben eines gemeinsam: erstklassiges Furnier von Schorn & Groh. Der Karlsruher Furnierexperte feiert in diesem Jahr seinen 60sten Geburtstag – natürlich still und leise, wie es sich in Corona-Zeiten gehört. Die Sektkorken knallen nur digital.

So wie die Branche selbst hat sich auch das Unternehmen enorm gewandelt im Lauf der Zeit: Vom kleinen Familienbetrieb mit Produkten für den Massenmarkt hin zu einem der weltweit führenden Unternehmen der Branche, mit exquisiten Furnieren und Halbfertigprodukten für eine feine Nische.

Im Jahr 1961, als der Holzkaufmann Herbert Schorn und der Schreiner Albrecht Groh ihren Furnier-Handelsbetrieb in Durmersheim bei Karlsruhe gründeten, gab es kaum Alternativen zu Oberflächen aus Holz: Der Rohstoff war günstig, vielseitig einsetzbar und in fast unbegrenzten Mengen verfügbar. Wenig später kamen edle Furniere aus exotischen Ländern dazu, die der Furnierindustrie einen wahren Absatzboom bescherten.

Produkte für Kenner

Heute sieht die Welt der Oberflächen völlig anders aus: Melamin-Druck und andere Holzimitate sind nicht nur in unterschiedlichen Preiskategorien verfügbar, sondern auch optisch überzeugend. Sie verändern den Markt und haben echtes Holz in Form von Furnier zu einem Produkt für Kenner werden lassen. „Der Wandel in unserer Branche war drastisch,“ berichtet Axel Groh, Gründersohn und einer der beiden Geschäftsführer des Karlsruher Unternehmens. „Heute geht es bei uns nicht mehr um die Masse, sondern um spannende Lösungen.“ Er ist der Meinung, dass sich der Wandel jetzt ins Positive kehrt. „Furnier wird heute gezielter eingesetzt – das Verständnis für ökologisch nachhaltige Inneneinrichtung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Und Furnier ist nun mal Holz in einer wertigeren und ökologisch sinnvollen Form,“ so Axel Groh. „Die Wälder als CO2-Speicher gehören zum Wertvollsten, was die Natur zu bieten hat. Und die Furnierbranche trägt nachweislich dazu bei, dass die Wälder auf allen Kontinenten geschützt und nicht massenweise gerodet werden.“

Umfassendes Produkt-Portfolio

Schorn & Groh hat den radikalen Wandel der Furnierbranche miterlebt und als eines der wenigen deutschen Furnierunternehmen überlebt. „Wir agieren heute nicht mehr regional, sondern auf einem Weltmarkt. Mehr als 50 % unserer Produkte gehen in den Export, in viele europäische Länder, nach USA, in die Arabischen Emirate,“ erklärt Geschäftsführer und Vertriebsleiter Rolf Loose-Leonhardt.

Bei allem Wandel ist Rohfurnier noch immer das Kernprodukt des Unternehmens. Mehr als 140 Holzarten und über 6 Mio. m² Furnier aus allen fünf Kontinenten liegen im edlen Furnierlager zur Begutachtung und Auswahl bereit. Daneben gehören Schnittholz, Tischplatten aus Massivholz, Fixmaße mit und ohne Vliesrückseite, die Kollektion One-of-a-Kind für exklusive Yacht- und Flugzeugobjekte, viele Halbfertigprodukte wie geflochtenes Furnier muto GRID oder das neue Holztextil „Nuo“ zum umfangreichen Produktportfolio.

Furnier-Auswahl vor Ort oder online

Spürbar gewandelt hat sich seit einigen Jahren auch das Einkaufsverhalten der Kunden. Früher war der Furniereinkauf noch Chefsache, und die Oberfläche für die nächste Möbelkollektion oder den Innenausbau des neuen Firmensitzes wurde persönlich im Lager ausgewählt. Auch wenn der persönliche Kontakt zum Kunden weiterhin wichtig bleibt, ist Furnier heute auch ein Online-Produkt. Schorn & Groh hat stark in die Digitalisierung investiert: Von jedem Stamm gibt es mittlerweile Fotos, die im Online-Warehouse begutachtet werden können. Die Furnierabnahme kann also ganz nach Wunsch live vor Ort oder digital stattfinden. Einige Halbfertigprodukte, gibt es sogar per Mausklick im Online-Shop zu kaufen. Die Webseite bietet zudem mit der Furniergalerie einen Überblick über verfügbaren Holzarten und einen Online-Furnier-Designer, mit dem Furniere der Wahl gefügt und mit anderen Materialien zu Moodboards kombiniert werden können.

Wertvolles Wissen soll erhalten bleiben

Eine große Herausforderung der Zukunft ist der Erhalt des wertvollen Know-hows im Unternehmen. In 60 Jahren Firmengeschichte hat sich ein enormes Wissen rund um den Rundholzeinkauf und die Produktion von Furnier angesammelt. Die Weitergabe des Know-hows von älteren an die jüngeren Kollegen erfolgt durch individuelle und effiziente Einlernphasen, permanenten Wissensaustausch und konstante Pflege der internen Wissensdatenbank.

Naturnaher Waldbau im Fokus

Eine weitere Herausforderung ist die Beschaffung des Rohstoffes. Es wird immer schwieriger, Bäume für hochwertige Furniere zu finden, die zufällig in der Natur gewachsen sind. Die Zukunft liegt nach Ansicht von Schorn & Groh in klug gemanagten Wäldern mit vielfältigen Baumarten und nicht in reinen Monokulturen. Ziel sei ein naturnaher Waldbau, aus dem für gutes Geld wertvolle, am Lebensende stehende Bäume entnommen werden, und gleichzeitig die ökologische Seite für nachfolgende Generationen zu sichern. Die Furnierwirtschaft fördert damit den natürlichen Mischwald. „Wir sind mittlerweile wahrscheinlich die Grünsten unter den Holznutzern,“ erklärt Axel Groh, der auch Vorsitzender der IFN – Initiative Furnier & Natur e.V. ist. Mit „wir“ meint er nicht nur Schorn & Groh, sondern die Vielfalt der Furnierhersteller und -nutzer.

Einzigartiges Material mit Zukunft

Gemeinsam mit seinem 80-köpfigen Team möchte der Karlsruher Furnierspezialist weiterhin Trendsetter der Branche sein, Chancen nutzen und zum Wandel kreativ beitragen. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Furnier eine gute Zukunft hat. Es wird immer viele Menschen geben, die die Schönheit und Einzigartigkeit des Materials begeistert,“ so die beiden Geschäftsführer. „Wir blicken auf 60 abwechslungsreiche Jahre zurück und in eine vielversprechende Zukunft.“ (ra)

Schorn & Groh GmbH

76139 Karlsruhe

www.sg-veneers.com

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