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Die machen richtig Druck

Marktübersicht: Mobile Kompressoren
Die machen richtig Druck

Druckluftwerkzeuge sind in der Werkstatt und auf der Baustelle oft eine Alternative zu Elektrowerkzeugen. Kompressoren liefern die nötige Luft für den Einsatz von Druckluftwerkzeugen. In unserer Marktübersicht stellen wir zehn mobile Kompressoren vor, die sich auch gut mit auf die Baustelle transportieren lassen.

Heinz-Alfred Losch

Nicht nur zum Tackern und Nageln sind Druckluftwerkzeuge die erste Wahl. Da die Geräte kleiner und leichter sind als Elektrowerkzeuge, erleichtern sie viele Arbeiten. Doch ohne einen Kompressor kommt man beim Arbeiten mit Druckluftwerkzeugen nicht herum. Er saugt Luft an und komprimiert sie mit einem meist elektrisch angetriebenen Verdichter. Schließlich wird die unter Druck stehende Luft in einem Behälter gespeichert, aus dem sie dann zum Arbeiten entnommen werden kann.

In Werkstätten kommen meist stationäre Kompressoren mit fest verlegten Druckluftleitungen zum Einsatz. Mobile Kompressoren eignen sich für kleinere Werkstätten, aber vor allem für den Einsatz auf der Baustelle. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Leistungsstufen. Für diese Marktübersicht haben wir uns für Kompressoren mit bis zu 40 kg Gewicht entschieden. Schließlich sollen sie sich auch noch von einer Person auf die Baustelle tragen lassen.

So errechnen Sie Ansaug- und Füllleistung

Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Kompressors sind die Ansaug- und Füllleistung. Die Ansaugleistung lässt sich zwar aus dem Hubvolumen und der Drehzahl des Verdichters selbst errechnen. Da der Kompressor in der Praxis aber gegen den steigenden Druck anarbeiten muss, saugt er mit zunehmendem Druck immer weniger Luft an.

Die Füllleistung ist deshalb der aussagekräftigere Wert. Er steht für die tatsächliche Luftleistung unter realen Arbeitsbedingungen und beträgt etwa zwei Drittel der theoretischen Ansaugleistung. Manche Hersteller geben jedoch auch unrealistisch hohe Werte für die Füllleistung an. Wer es genauer wissen will, kann die Füllleistung seines Kompressors leicht nachmessen.

Dazu lassen Sie zuerst den Behälterdruck etwas ab, zum Beispiel bei einem 10-bar-Kompressor auf 6 bar. Anschließend schalten Sie den Kompressor ein und messen die Zeit, die er benötigt, um den Druck im Kessel wieder auf 10 bar zu erhöhen. Aus dem Differenzdruck (in diesem Fall 4 bar), dem Behälterinhalt in Litern und der gestoppten Zeit können Sie jetzt die Füllleistung nach der folgenden Formel berechnen: Füllleistung = Behälterinhalt in l x Differenzdruck in bar x 60 / gestoppte Zeit in Sekunden. Je nach Genauigkeit der Manometer und der Angaben zur Kesselgröße lassen sich so verschiedene Modelle grob vergleichen (ca. ± 10 %).

Das ist oft realistischer als die Prospektangaben, die manchmal von den Marketingabteilungen der Unternehmen geschönt sind.

Auf die Füllleistung kommt es an

Die Füllleistung ist entscheidend für die Wahl des richtigen Kompressors. Sie muss deutlich über dem Luftbedarf der Werkzeuge liegen, um kontinuierliches Arbeiten zu ermöglichen. Andernfalls müssen Sie immer wieder Pausen einlegen, damit der Kompressor wieder neue Luft in den Kessel pumpen kann. Bei Arbeiten im Intervallbetrieb stört eine geringe Luftleistung weniger, da der Kompressor den Druckbehälter hier in den Arbeitspausen nachlädt.

Tacker und Druckluftnagler kommen so meist mit weniger Luft aus. Maschinen, die im Dauerbetrieb arbeiten, wie Meißelhämmer oder Winkelschleifer benötigen da mehr (oft bis zu 500 l/min und mehr). Auch Farbspritzpistolen liegen in dieser Größenordnung.

Das richtige Behältervolumen

Der Druckbehälter speichert die erzeugte Druckluft, sodass der Kompressor nicht dauernd laufen muss. Der Verdichter kann dann in den Pausen immer wieder abkühlen. Große Druckbehälter sind da im Vorteil. Andererseits machen Sie den Kompressor schwerer und unhandlicher. Deshalb gilt es gerade für einen Baustellenkompressor den idealen Kompromiss zwischen Leistung und Gewicht zu finden.

Die meisten der hier vorgestellten Geräte sind ölfreie Kompressoren. Sie sind ideal zum Einsatz mit Lackierpistolen oder anderen Anwendungen, die ölfreie Luft erfordern. Zum Arbeiten mit den meisten Druckluftwerkzeugen, die eine Ölschmierung benötigen, sollte eine kombinierte Wartungseinheit mit Filterdruckminderer und Nebelöler benutzt werden. Wenn diese nicht ohnehin schon serienmäßig sind, kann man sie einfach nachrüsten.


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Der Autor

Heinz-Alfred Losch ist als freier Journalist spezialisiert auf die Bereiche Elektro- und Handwerkzeuge sowie Messtechnik.

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