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»Wir halten am Innovationszyklus fest«

BM-Interview mit Innentürhersteller Huga aus Gütersloh
»Wir halten am Innovationszyklus fest«

Corona, Lockdown und eine abgesagte BAU-Präsenzveranstaltung haben einen maßgeblichen Einfluss auf den Bausektor. Wie der Innentürenhersteller Huga mit dieser Situation umgegangen ist und welche Produktneuheiten für 2021 in den Startlöchern stehen, erklären Huga-Geschäftsführer Manfred Großjohann, Vertriebsleiter Christoph Schwientek und Mediendesigner Frederik Hüser.

BM-Redakteur Stefan Kirchner

BM: Wie war die Auftragslage in 2020? Hatte die Coronapandemie Auswirkungen darauf?

Christoph Schwientek: Wir sind 2020 gut gestartet, haben aber durch den ersten Corona-Lockdown eine kleine Delle bekommen. In dieser Zeit haben wir unsere Konzentration auf die Kommissionsware gelegt. Dadurch hatten wir keine Ausfälle in der Produktion und mussten auch keine Kurzarbeit beantragen. Im Mai hat der Markt wieder richtig stark angezogen und wir haben bis Jahresende ein zweistelliges Wachstum generieren können.

Manfred Großjohann: Das obligatorische Sommerloch ist bei uns in 2020 ausgeblieben. Durch die Urlaubszeit waren wir aber gezwungen, unser Personal so zu disponieren, dass die Fertigung auf Hochtouren weiterlaufen konnte. Auch die große Investition in unser modernes Produktionswerk hat sich bezahlt gemacht. Dadurch konnten wir unsere Lieferzeit von fünf bis sechs Wochen einhalten. Durch die permanente Lieferfähigkeit und die hohe Qualität haben wir einige Neukunden gewinnen können und damit den höchsten Umsatz in der Firmengeschichte erreicht.

BM: Wie schätzen Sie die Lage in 2021 ein?

Christoph Schwientek: Schon in 2020 haben viele Anleger Immobilien gesucht. Durch den geringen Bestand an Wohnungen gehen wir von einem steigenden Wohnraumwachstum aus. Zudem sind die Endverbraucher gerade stark im Renoviermodus. Dies beflügelt natürlich auch unser Innentürengeschäft und wir versprechen uns davon einen weiteren Schub.

BM: Sind weitere Investitionen für die Türen- und Zargenfertigung am Huga-Standort in Gütersloh geplant?

Manfred Großjohann: In 2021 wollen wir unsere Kapazitäten des Maschinenparks noch weiter auslasten. Wir denken drüber nach, mittelfristig weitere Investitionen in Gebäuden und Maschinen vorzunehmen. Der Erfolg unserer robusten Durat-Oberfläche soll weiter ausgebaut werden. Gerade neue Kunden schätzen Türen in Tischlerqualität in ihren Ausstellungen sehr, um ihren Kunden einen Mehrwert bieten zu können.

Frederik Hüser: Was dabei nicht außer Acht gelassen werden darf, ist, dass Huga seit dem 1. Januar 2021 klimaneutral produziert. Seit 2016 verwenden wir schon Ökostrom aus Wasserkraft. Wir haben das Thema Nachhaltigkeit und CO2-Einsparungen fokussiert und durch weitere Optimierungen in den Bereichen Produktion, Logistik, Arbeitswege der Mitarbeiter und die Verwertung der Abfallstoffe zur Energiegewinnung weiter vorangetrieben und prüfen lassen. Wir verfügen somit bei Huga über zahlreiche Zertifizierungen, die einen umweltfreundlichen Produktionsprozess unterstützen.

BM: Werden Sie trotz der Absage der Präsenzmesse BAU den Innovationszyklus von zwei Jahren beibehalten?

Manfred Großjohann: Ja, wir hatten für die BAU den Großteil schon vorbereitet. Da macht es auch Sinn, wenn wir die Neuheiten präsentieren können. Ich sehe keinen Grund dafür, das aufzuschieben. Auch die Händler haben schon angefragt, wann und wie wir unsere Produktinnovationen vorstellen.

BM: Werden Sie an der BAU online teilnehmen oder planen sie eine eigene Veranstaltung, um Ihre Produktneuheiten zu präsentieren?

Christoph Schwientek: Wir möchten, wenn es zu dem Zeitpunkt möglich ist, unsere Neuheiten auf einer Hausmesse vorstellen. Auch unsere Vertriebsmannschaft wird mit Mustern eingedeckt und kann so beim Kunden die Neuheiten hervorragend präsentieren.

Frederik Hüser: Zudem bereiten wir parallel gerade noch eine digitale Präsentation vor. Die Partner können sich virtuell mit einer 360˚-Ansicht durch unseren Showroom begeben und sich so von den Neuheiten inspirieren lassen. Geplant ist, dass ab Februar 2021 alles für den virtuellen Rundgang fertig ist.

BM: Auf welche Neuheiten können sich die Partner freuen?

Christoph Schwientek: Unser Versio-Programm hat sich sehr gut entwickelt, deshalb werden wir hier ein paar Modifikationen vornehmen. Aber was wir festgestellt haben ist, dass gerade dunkle Farbtöne sehr angesagt sind. Der Verkauf innerhalb der Versio-Serie mit dunklen Oberflächen beträgt heute schon fast die Hälfte und läuft somit den weißen Türen ein wenig den Rang ab. Deshalb werden wir auch einen neuen Grauton für unsere Durat- und Versio-Oberflächen vorstellen. Des Weiteren werden wir zukünftig die Falzkanten der weißen Türen lackieren, um die störenden grauen Kanten an den Übergängen zu beseitigen. Das bewirkt ein homogenes Erscheinungsbild. Dafür haben wir extra neue Aggregate angeschafft. Die Falzlackierung erfolgt bei allen weißen Türen und wird ohne Mehrpreis vermarktet. Außerdem werden wir auch einige neue Designs beziehungsweise Varianten in der Accura-Serie vorstellen. Diese Innentüren werden jetzt mit Lisenen in Schwarz, Bronze und Gold angeboten. Ebenfalls werden Ganzglastüren sowie Lichtausschnitte im Loft-Design mit schwarzen Sprossen vorgestellt. Auch bei den Wohnungs- eingangstüren werden wir Weiterentwicklungen mit intelligenten Smart-Home-Eigenschaften präsentieren.

Frederik Hüser: Auch das Beschlagprogramm black.edition wird weiter ausgebaut. Gerade bei stumpf einschlagenden Türen wünschen sich die Kunden passend zu den schwarzen Drückergarnituren auch schwarze Bänder. Deshalb werden wir das verdeckt liegende Euro-Band 3D auch in Schwarz anbieten. Auch die neuen flächenbündigen Drückerrosetten der Serie Planar werden in schwarz angeboten. Zudem bieten wir auch die Türdichtung und die Türblattkante in dunklen Farben an. Damit können kontrastreiche Akzente gesetzt werden, z. B. bei weißen Türoberflächen.

Die Interviewfragen stellte BM-Redakteur Stefan Kirchner.

www.huga.de

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