Pinter Möbel + Objektbau startet mit neuem Gebäude und neuer Plattenaufteiltechnik durch

Schnittig unterwegs

Die erste Werkstatt war eine Garage. Der erste Maschinenpark eine Handkreissäge. Das war 1992. Heute präsentiert sich die Pinter Möbel + Objektbau GmbH & Co. KG mit ihren 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Vorzeigeschreinerei. Das neue Gebäude ist ein echtes Sahnestück. Besonders als individueller und leistungsstarker Zulieferer für Schreinerkollegen und die Möbelindustrie will das dynamische Unternehmen künftig noch mehr punkten.

BM-Chefredakteur Christian Närdemann

Das neue Gebäude Pinter Möbel + Objektbau GmbH in Achern, am Rande des Schwarzwaldes rund 18 km südwestlich von Baden-Baden gelegen, ist nicht nur von außen überaus repräsentativ, sondern lässt mich bei meinem Vor-Ort-Besuch auch über seine inneren Werte staunen. Seit 1. Dezember 2018 werden in den neuen Räumlichkeiten hochwertige Möbel und Innenausbauten geplant und mit einem topmodernen Maschinenpark produziert. Außerdem betreibt Pinter im Zentrum Acherns seit 15 Jahren ein 500 m² großes Ladengeschäft mit attraktiver Ausstellung. Ulrike Pinter: „Dort beraten wir so gut, persönlich und individuell, wie ein Möbelhaus dies nie kann.“

Breit aufgestellter Möbel- und Innenausbau-Spezialist

Sehr, sehr viel hat sich nach meinem letzten Besuch in der Schreinerei Ende 2011 getan. Hatten Helmut und Ulrike Pinter damals noch 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind es heute 50. Das Unternehmen – 1992 in der Garage mit zwei Böcken und Handkreissäge gegründet – hat sich zu einem bemerkenswert breit aufgestellten und leistungsstarken Planungs- und Fertigungsspezialisten entwickelt. Das Portfolio umfasst hochwertigen Möbel- und Innenausbau für den privaten Bereich ebenso wie individuellen Ladenbau und maßgeschreinerte Objekteinrichtungen. Auch der sogenannte Gym-Bereich – die komplette Ausstattung von Fitness- und Wellnesseinrichtngen – ist zu einer wichtigen Säule der Schreinerei geworden. Hier hat Pinter sich in den letzten Jahren über die Landesgrenzen hinaus europaweit einen hervorragenden Namen erarbeitet. Erst jüngst wurden sogar erfolgreich mehrere Gym-Projekte in Kuweit realisiert.

Neuer Standort eröffnet neue Perspektiven

Am alten Produktionsstandort mit seinen 1100 m² im nahegelegenen Kappelrodeck war der Betrieb an seine Grenzen gestoßen. Helmut Pinter: „Da waren wir am Ende tatsächlich mit angezogener Handbremse unterwegs. Es war unglaublich eng und weiteres Wachstum unmöglich.“ Bereits vor vier Jahren dachten er, seine Frau Ulrike und Mitgeschäftsführer Bernd Seifermann deshalb über einen Neubau nach. Fest stand: „Wir brauchen auf jeden Fall eine automatische Säge-Lager-Kombination mit reichlich Lagerplätzen.“

2017 bot sich die Möglichkeit, ein 10 800 m² großes Grundstück in Achern zu erwerben. Im gleichen, sehr intensiven Jahr haben Helmut Pinter und Bernd Seifermann sich auf der Ligna ausgiebig über Säge-Lager-Technologien informiert und entsprechende Angebote eingeholt. Im Rahmen von Workshops mit Mitarbeitern und Beratern wurde dann die neue Halle geplant und alle Abläufe definiert. Anfang November 2017 erfolgte schließlich der Spatenstich. Gut ein Jahr später, am 1. Dezember 2018, nahm das Unternehmen am neuen Standort den Betrieb auf. Von den bebauten 4200 m² entfallen 3600 m² auf die Produktion. Hinzu kommen hochmoderne und sehr schöne Sozialräume sowie top eingerichtete Büros. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Produktion beschäftigt. Besonders groß wird bei Pinter auch Ausbildung geschrieben. Insgesamt 13 junge Menschen lernen dort zurzeit unterschiedliche Berufe. Neben aktuell vier Schreiner-Azubis und zwei Produktdesignern bildet Pinter auch im kaufmännischen Bereich aus. Und das sehr erfolgreich: Jüngst erst wurde das Unternehmen von der Kreishandwerkerschaft Ortenau als „Bester Ausbildungsbetrieb im Bezirk Achern“ ausgezeichnet.

Da geht richtig was: Herzstück Säge-Lager-Kombination

Bereits am alten Standort hatte Pinter eine liegende Plattenaufteilsäge von Homag ohne Anbindung eines Plattenlagers im Einsatz. Auch bei der neuen Säge-Lager-Kombination fiel seine Wahl auf Homag-Technologie: eine Sawteq B-300 mit angebundenem Plattenlager Storeteq S-200. Realisiert wurde letztlich eine große Lösung mit Anbindung beider Sägen an das neue automatische Plattenlager.

Die Sawteq B-300 hat das Bedienerassistenzsystem IntelliGuide Professional an Bord. Dieses unterstützt den Maschinenbediener umfassend: Die LED-Leiste beispielsweise zeigt per Farbe und Länge eindeutig, wie das aktuelle Teil einzuschieben ist. Ergänzend sorgt der IntelliGuide Tower an der Säge für absolute Prozesssicherheit. In dessen oberem Bereich ist ein Kamerasystem für die automatische Teileerkennung installiert. Dieses „vermisst“ die aktuell an der Säge in Arbeit befindlichen Teile und projiziert darauf dynamisch Piktogramme, die dem Bediener exakt „sagen“, was damit als Nächstes zu tun ist. Das erleichtert nicht nur die Arbeit, denn der Bediener muss z. B. beim Sägen nicht mehr auf den Bildschirm schauen. Auch senkt das System die Fehlerquote und sorgt für größtmöglichen Durchsatz.

Weitere Maschinenfeatures: Nachschnittfunktion CombiTec, Etikettendrucker am Druckbalken, Abstapelmodul, Ausschnitt- und Spannungsfreischnitt, Nuten und Turbonuten, Schnitt Profi(t) Practive, Vorstapeltisch mit integriertem Einschub, DustEx (Kombidüsen entlang der Schnittlinie, die Staub und Späne gezielt in Richtung Winkellineal transportieren und die Polsterfunktion des Luftkissentisches für einen schonenden Materialtransport erhalten), pneumatische Besäumanschläge für empfindliche Materialien mit überstehenden Decksichten, zusätzliche Spannzangen für dünne, schmale oder glatte Materialien, Definition materialabhängiger Parameter.

Technologisch äußerst schlagkräftig aufgestellt

Auch was die weitere Teilefertigung angeht, ist Pinter bestens ausgestattet und setzt auf Automatisierung: So verfügt die Schreinerei über eine Homag-Kantenanleimmaschine Ambition 2482. Diese hat sowohl PUR als auch Airtec (Aktivierungseinheit für Laserkanten) an Bord und kann dank Rückführung TFU140 im Einmannbetrieb gefahren werden. Hinzu kommen zwei vertikale Homag-CNC-Bearbeitungszentren vom Typ BHX 200 mit automatischer Rückführung. Auf ihnen werden die Teile gefräst, gebohrt und zudem vollautomatisch die Dübel eingetrieben. Ergänzend lassen sich auf einer konventionellen 5-Achs-CNC beliebige weitere Bearbeitungen realisieren. Der Zusammenbau der Möbel erfolgt rationell mit einer Korpuspresse.

Leistungsstarker Zulieferer für Kollegen

Pinter hat sich mit den beschriebenen Investitionen als überaus leistungsorientierter und flexibler Fertigungsspezialist aufgestellt. Die erheblichen neu entstandenen Kapazitäten versetzen das Unternehmen in die Lage, in den Bereichen Zuschnitt, Kantenbearbeitung, CNC-Bearbeitung oder auch bei der kompletten Korpusfertigung noch stärker als Zulieferer für Kollegen aus dem Schreinerhandwerk oder die Möbelindustrie aktiv zu sein. Helmut Pinter: „Wir sind technologisch in der Lage, auch kurzfristig in hohen Stückzahlen individuell zu produzieren. Diesen Bereich wollen wir auf jeden Fall deutlich ausbauen.“

www.pinter-moebel.com

www.homag.com

www.palettecad.com

www.topsolid.de/produkte/topsolidwood.html


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