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Folienschäden beheben

Renolit-Folienservice: Reparieren will gelernt sein
Folienschäden beheben

Wenn Folien an Fensterprofilen beschädigt sind – durch den Transport zur Baustelle, eine bauseitige Verschmutzung, einen Einbruch oder wegen Verarbeitungs- oder Handhabungsfehlern –, muss das Fenster nicht unbedingt komplett getauscht werden. Eine professionelle Reparatur schafft hier Abhilfe. BM-Redakteur Stefan Kirchner

I Seit über zehn Jahren werden bei Renolit Schulungen für die professionelle Instandsetzung von folienkaschierten Bauelementen angeboten. Die ins Leben gerufene Abteilung Folienservice, unter der Leitung von Harald Neunzehn, verzeichnet eine kontinuierliche Zunahme der Schulungen. Diese werden entweder am Firmensitz in Worms oder auf Anfrage auch direkt beim Kunden vor Ort durchgeführt. Jeder Teilnehmer bekommt nach einem eintägigen Seminar ein Zertifikat und ein Tool-Kit mit nützlichen Verarbeitungshinweisen und einigen Reparaturwerkzeugen. Nur mit dieser Auszeichnung/Zertifikat ist man als autorisierter Folienreparaturbetrieb berechtigt, die Reparaturfolien beim Folienservice zu bestellen und selbstständig Reparaturen durchzuführen.

Schadensbilder und ihre Auswirkungen
Für Reparaturen stehen die selbstklebend ausgerüsteten Folien Renolit Exofol MR, PR oder FR zur Verfügung. Sie entsprechen den Original- Qualitäten des Folienprogramms. Schäden können durch viele Gründe entstehen:
  • Bei Blasenbildungen unter der Folie kann es sein, dass während des Kaschierprozesses Luft eingeschlossen wurde oder sich Verhärtungen im Kleberstoff befanden.
  • Rückstellung oder Ablösung der Folie von den Kanten, ausgelöst durch zu hohe thermische Belastung an den Schnitt- oder Fräskanten durch stumpfes Werkzeug.
  • Die Schutzfolien auf den Fensterprofilen wurden nicht rückstandslos entfernt.
  • Der Einsatz von Silikonen, deren Inhalt auf Essigessenzen deuten, ist zu unterlassen, es sollten neutral vernetzte Silikone verwendet werden.
  • Gekoppelte Profile brauchen Bewegungsfreiraum, ebenso darf die Bewegung (Ausdehnung der Profile) weder im Wand- noch im Fensterbankanschluss unterbunden werden. Die Folge ist Folienverschub an den meistbeanspruchten Stellen, die in direktem Kontakt zueinander stehen.
  • Verschmutzungen durch Haftputz, Fliesenkleber oder Fassadenfarbe werden in einer Demonstration während der Schulung restlos von der Folienoberfläche entfernt, ohne die Folie zu schädigen.
  • Befindet sich auf der Folie PU-Schaum, entstehen häufig Schäden durch den Einsatz von Lösemitteln, um die Folien zu reinigen. Auch die Prägung kann damit leicht abgerieben werden. Die einst glänzende und strukturierte Oberfläche ist dann matt. Somit können sich leichter Schmutzpartikel festsetzen und Haarrisse entstehen. Nun kann Wasser eindringen, die Sonnenschutzfunktion ist beeinträchtigt und die Folie kann sich mit der Zeit lösen. Sehr wichtig: Mit PU-Schaum verschmutzte Oberflächen lassen sich nur beheben, wenn vorher noch kein „Spezilreiniger“ zum Einsatz kam.
Falsche Reinigungsmittel gehören zu den häufigsten Schäden an Fensterfolien. „Wir können mit einer Lupe genau erkennen, ob die Folien mit einem falschen Reiniger behandelt wurden oder nicht. Ist die Folie mit einem anlösenden oder abrasiven Mittel unsachgemäß gereinigt worden, ist der UV-Schutz der Folie nicht mehr gewährleistet. Dieser Schaden ist nicht reparabel. Wir raten in den Schulungen generell von einer Reparatur ab“, erklärt Harald Neunzehn.
Profireiniger für hartnäckigen Dreck
Normalerweise reichen warmes Wasser mit einem Schuss Geschirrspülmittel und eine weiche Bürste oder ein Schwamm aus, um die Folie von Schmutz und Ablagerungen zu befreien. Doch bei hartnäckigen Verschmutzungen wie z. B. Gummiabrieb an Balkontüren oder Farbstiftstrichen ist chemische Unterstützung gefragt. Für solche und ähnliche Fälle gibt es ab Oktober 2016 den geprüften und freigegebenen Renolit Exofol-Profireiniger, der über den Folienservice bestellt werden kann. Die Ein-Liter-Dosen sind einzeln oder in Zehner-Gebinden erhältlich.
So geht’s: Ablaufplan der Reparatur
Die Schulungen vermitteln, wie Folienschäden in sechs Schritten selbst zu beheben sind:
  • Zuerst wird der Schaden genau analysiert, ob er zu reparieren ist oder nicht. Anschließend wird ein Folienabgleich vorgenommen, um festzustellen, um welche Farbstellung es sich genau handelt.
  • Die Folie wird mit einem Schaber abgekratzt und anschließend in drei Körnungsabstufungen (P 120, 220, 400) des Schleifpapieres gründlich angeschliffen.
  • Danach wird das Profil abgesaugt und mit einem speziellen Reiniger sowie mit einem fusselfreien Tuch abgewischt – anschließend kurz ablüften lassen.
  • Nun wird die Folie grob zugeschnitten und mit einem Heißluftföhn erwärmt.
  • Grundträger der Folie an der Stirnseite nur ca. 10 cm abziehen und die Folie auf den Rahmen platzieren. Dabei sollte auf ein gleichmäßigen Überstand an den Seiten geachtet werden. Mit einem harten Filzrakel wird die Folie nun an das Profil gleichmäßig angedrückt.
  • Nun erfolgt der Kantenumschlag ebenfalls mit dem Filz. Die Überstände werden direkt an der Dichtung mit einem Cutter abgeschnitten. Vorsicht, nicht in die Dichtung schneiden.
Die Reparaturen können bis zu -10 °C durchgeführt werden. Die Folien sind nur für die Reparatur gedacht und nicht für die Umgestaltung der Fenster. Dafür wäre der Zeit- und Kostenaufwand zu hoch. I
Renolit SE
67547 Worms
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