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Grün und Orange

Tore auf – Hallen voll: Das Messeduo Holz-Handwerk und fensterbau/frontale ist in der Tat ein Phänomen! Während andere Branchenmessen mit starken Einbrüchen kämpfen, zeigt sich der Nürnberger Branchentreff als sehr stabiles Erfolgsmodell. Mit rund 104 000 Besuchern strömten an den vier Messetagen sogar noch einmal mehr Fachleute in die komplett belegten Messehallen als vor zwei Jahren (103 000).

Aber nicht nur die Quantität zählt – in Nürnberg wurde auch gut verkauft und die sehr gute Stimmung an den Messeständen ist zweifellos ein positives Signal: Die Ampel steht auf Grün, die beteiligten Branchen haben aussichtsreiches Zukunftspotenzial!
Dennoch: Euphorie ist nicht angebracht. Es geht zwar aufwärts, aber die Wirtschafts- und Konjunktursituation ist nach wie vor ziemlich fragil.
Das gilt in besonderem Maße auch für die Finanzsituation – im Großen wie im Kleinen: Wieder einmal steht die Unternehmensfinanzierung für Handwerk und Mittelstand in der Diskussion. Auch wenn die Banken beim Stichwort Kreditklemme gerne etwas anderes kommunizieren: Fest steht, dass selbst die Hausbanken des Handwerks ihre Forderungen nach Sicherheiten auf der Grundlage von Basel II immer mehr nach oben schrauben. Die fatale Folge: Für die Betriebe wird es immer schwieriger an neue Kredite zu kommen oder bestehende Kreditlinien zu verlängern. Nicht immer liegt das an den bösen Bänkern, sondern häufig an der unprofessionellen Unternehmensdarstellung. Ein Königsweg zum Kredit ist der sorgfältig aufgestellte Businessplan. Informieren Sie sich ab Seite 94 wie Sie auf dem Weg zum Kredit die härtesten Klippen sicher umschiffen können.
Und wer mit seiner Bank dennoch nicht klar kommt: Inzwischen gibt es interessante Alternativen als sinnvolle Ergänzung zur klassischen Kreditfinanzierung. Geschickt eingesetzt, schonen diese Finanzierungsmöglichkeiten die Sicherheiten und sichern gleichzeitig das Fortbestehen von Betrieben (Seite 92).
Grundsätzlich wäre es wohl dringend nötig, dass die Banken mit ihren Ratingvorschriften etwas differenzierter umgehen, denn am nötigen Geld hat es letztlich auch gelegen, dass die ansonsten gut aufgestellte Traditionsmarke Holz-Her in die Insolvenz geriet. In der weltweiten Krise mit Umsatzeinbrüchen von 50 Prozent im vergangenen Jahr hatten die Banken den Kredithahn zugedreht. Das hätte so nicht sein müssen, wird von Holz-Her aus Nürtingen kritisiert.
Die starke schwäbische Traditionsmarke war bei Investoren und Konkurrenten aus aller Welt offenbar sehr begehrt: Das „Bietergefecht“ konnte schließlich die Weinig AG aus der Fechterstadt Tauberbischofsheim für sich entscheiden. Für Holz-Her scheint dies ein Glücksfall. Weinig hat kein Interesse, das Unternehmen oder die renommierte Marke zu zerschlagen, sondern im Gegenteil: Der Marktführer bei Maschinen und Anlagen für die Massivholzbearbeitung verfolgt ein strategisches Ziel – er kann nun auch weltweit in der Plattenbearbeitung ein starkes Wort mitreden. „Holz-Her ist das Puzzleteil, das in unserem Weinig-Bild noch gefehlt hat!“, freut sich Walter Fahrenschon, Vorstandsvorsitzender der Weinig AG. „Grün“ und „Orange“ scheint also angesichts vielfältiger Synergieeffekte, z. B. im internationalen Vertrieb, gut zusammenzupassen und nicht zuletzt: Die Übernahme durch Weinig ist letztlich auch eine Stärkung des deutschen Holzbearbeitungsmaschinenbaus (Seite 44). Hoffen wir, dass auch die Kundschaft von der neuen Partnerschaft profitiert.
Ganz sicher profitieren werden Sie von dieser BM-Ausgabe, z. B. von den aktuellen Berichten über die wichtigsten Neuheiten aus Nürnberg.
Das BM-Team wünscht eine gute Lektüre und einen farbigen Mai!
Herzlichst Ihr
Manfred Maier
Chefredakteur

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