Startseite » Inspiration » Objektreportagen »

Gelungenes Facelift

Innenausbau eines Behördengebäudes in Freiburg
Gelungenes Facelift

Die Revitalisierung von Bestandsgebäuden aus den 1960er-Jahren und deren Umbau für eine zeitgemäße Nutzung ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Architekten des Freiburger Amtes für Vermögen und Bau – zuständig für die Immobilien des Landes Baden-Württemberg – planten den Umbau eines solchen zum eigenen Behördensitz und nutzten dabei die Erfahrung des Waiblinger Spezialisten für Trennwand-, Raum-in-Raum- und Akustiksysteme Strähle.

Seit letztem Jahr residiert das Amt Freiburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg im ehemaligen Gesundheitsamt in Freiburg-Herdern. Dank gekonnter Revitalisierung erstrahlt das viergeschossige Gebäude aus dem Jahr 1965 heute in moderner Architektur mit raumhohen Fassadenöffnungen und großzügigem, transparentem Interieur. Für den Innenausbau holten sich die Architekten des Freiburger Amts nach öffentlicher Ausschreibung Strähle Raum-Systeme als Partner ins Boot. Einmal mehr konnte der Spezialist für Trennwand-, Raum-in-Raum- und Akustiksysteme in diesem Projekt seine große Bandbreite an technischen und gestalterischen Lösungen einbringen.

Die Revitalisierung des ehemaligen Gesundheitsamtes war für das Projektteam des Freiburger Amts eine willkommene Herausforderung. Die Planer wollten nicht nur ihr neues Arbeitsumfeld zeitgemäß gestalten, sondern auch nach außen demonstrieren, wie sich ein Bestandsgebäude in eine zukunftsträchtige Immobilie überführen lässt.
Mit der Sanierung verfolgten die Architekten zwei Hauptziele. Erstens sollte der 35 m lange und 13,5 m tiefe Riegelbau durchgängig mit Tageslicht versorgt werden. Zweitens wollte man den Energiebedarf gemäß den Anforderungen der EnEV um 20 % reduzieren. Unter der Maßgabe, offene, kommunikative und flexible Büro- und Besprechungsräume für 80 Beschäftigte zu schaffen, wurde das Gebäude bis auf das Stahlbetonskelett entkernt. Hierdurch konnte eine große Flächenreduktion gegenüber dem vorherigen Standort erreicht werden, obgleich der Hauptbaukörper für die Unterbringung eines großen Besprechungsraumes um ein Geschoss in Holzleichtbauweise erweitert wurde.
Dunkle Ecken ade
Um eine flexible Raumgliederung auch für künftige Anforderungen sicherzustellen, gab das Projektteam in der Ausschreibung versetzbare Trennwandsysteme vor. Abhängig von der Nutzung der Räume und den zu erfüllenden Brand- und Schallschutzauflagen mussten diese unterschiedlich ausgeführt werden, sollten aber in jedem Fall für ein lichtdurchflutetes Ambiente sorgen. Das Spektrum reichte von zweischaligen Oberlichtglaswänden zur flurseitigen Abtrennung der Mehrpersonenbüros und kleineren Besprechungsräume über Ganzglaswände mit integrierbaren Jalousien für den Konferenzbereich bis hin zu Ganzglassystemen mit abgerundeten Ecken für den im Gebäudeinneren liegenden Besprechungsraum sowie den Post- und Druckerraum. Hinzu kamen dezidierte Vorgaben für Türen sowie der Wunsch nach Schranksystemen, die sich in die Trennwände integrieren lassen. Als Sonderlösungen waren Brandschutz-Glaswände im Treppenhaus, Verkleidungen für Stützen, Heizkörper und Lüftungsrohre sowie ein Postfachschrank gefordert. Alle Elemente sollten sich formal zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen und der bewusst auf wenige Materialien und Farben beschränkten Innenraumgestaltung Rechnung tragen: Weiß für Trennwände und Akustikdecken, Tannenholz für die Fensterelemente sowie Dunkelgrau für die textilen Bodenbeläge.
Flexibilität gefragt
Mit seinen funktional und formal aufeinander abgestimmten Trenn- und Schrankwandsystemen sowie dem breiten Türenrepertoire erfüllte Strähle den komplexen Anforderungskatalog, der neben unterschiedlichen Brand- und Schallschutzauflagen verschiedene Achsraster und Raumhöhen beinhaltete. Ebenso überzeugten die Vorschläge für die Sonderkonstruktionen. Auch mit Blick auf die Kosten wurde der Auftrag für den Innenausbau an das Waiblinger Unternehmen vergeben.
Die Oberlichtwände sind mit System 2000 realisiert. Um trotz unterschiedlicher Raumhöhen – 2680 mm im Erdgeschoss, 3020 mm im 1. Obergeschoss und 2500 mm in den weiteren Geschossen – eine einheitliche Optik zu erzeugen, variiert die Höhe der Oberlichter. Die Vollwand-, Glas- und Türelemente im Brüstungsbereich weisen ebenso wie die flurseitig an die Wandsysteme angepassten Aktenschränke durchgängig eine Höhe von 2115 mm auf.
Optimierte Raumnutzung
In den Flurzonen des zweiten und dritten Obergeschosses befinden sich Sideboards, teilweise auf 45 cm abgesenkt, mit Sitzmöglichkeit. Die Bürozwischenwände sind mit dem gleichen System als Vollwand ausgeführt. Beide Wandtypen bieten mit Rwp 42 dB guten Schallschutz. Die Mitarbeiter des Amts wissen zudem das in die Vollwand integrierte Organisationssystem zu schätzen. Neben Regalfachböden nutzen die Architekten Magnetschienen, mit denen sie ihre Pläne leicht an den Wandflächen fixieren können.
Beim Besprechungsraum und Postraum im Gebäudeinneren kommt das Ganzglassystem 3400 zum Einsatz. Es ermöglicht mit seinen schlanken Profilen maximalen Lichteinfall und fügt sich in der Ausführung mit im Radius von 500 mm gebogenen Ecken sehr elegant in den Grundriss ein. Der individuell angefertigte Postfachschrank durchdringt die Glaswand zum Flur und bietet dort ein großzügiges „Schwarzes Brett“ für die Mitarbeiter.
Das vierte Obergeschoss mit großem Konferenzraum steht im Zeichen der Kommunikation. Das System 2000 gewährt hier als Ganzglasvariante mit integrierten Jalousien Schallschutz und bei Bedarf Sichtschutz.
Losgelöst von den Trennwandsystemen lieferte Strähle T30-Brandschutztüren für den flurseitigen Abschluss zum offenen Treppenhaus. In Gipskartonwände eingebaute Glaswände versorgen das Treppenhaus mit Tageslicht. Last but not least verschwinden Stützen, Heizkörper und Lüftungsrohre hinter Schränken oder Verkleidungen im Format der Schranktüren. Bei der Vorstellung des Gebäudes am diesjährigen „Tag der Architektur“ im Juni ernteten die Planer viel Lob von Fachleuten und Fachfremden. Immer wieder positives Feedback kommt von freiberuflich tätigen Kollegen, die das Universitätsbauamt bei Projekten unterstützen und regelmäßig zu Besprechungen ins Haus kommen. (hf/Quelle: Stähle) I

Objektbeteiligte

Bauherr
Land Baden-Württemberg
vertreten durch Vermögen
und Bau Baden-Württemberg
Nutzer
Vermögen und Bau Baden-Württemberg
Amt Freiburg
Projektleitung
Vermögen und Bau Baden-Württemberg
Amt Freiburg
Roger Gerber
Schrank- und Trennwände
Strähle Raum-Systeme GmbH
71332 Waiblingen
Herstellerinformation
Wissen testen – Preis absahnen
Herstellerinformation
BM-Videostars 2020
Herstellerinformation
BM-Titelstars 2020
Herstellerinformation
Im Fokus: Holz-Handwerk 2020
HOLZ-HANDWERK_2016
Foto: NürnbergMesse / Heiko Stahl
Herstellerinformation
BM-Themenseite: Innentüren
Im Fokus: Fensterbau Frontale 2020
Messegeschehen_allgemein
Alle zwei Jahre informieren sich die Fachbesucher über die neuesten Profilsysteme, Bauelemente, Beschlag- und Sicherheitstechnik und vieles mehr. Foto: NuernbergMesse/Frank Boxler
Im Fokus: Vernetzte Werkstatt

BM bei Facebook

BM auf Instagram
Alles bio? Nachhaltigkeit im Tischler- und Schreinerhandwerk
Im Fokus: Gestaltung

BM Bestellservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der BM Bestellservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum BM Bestellservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des BM Bestellservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de