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Schmuckstück

Innenausbau eines Goldschmiedeladens im Bregenzerwald
Schmuckstück

Fein gezeichnete Weißtanne, kleinteiliges Industrieparkett und gedrechselte Halbkugeln aus Rüster – wenn das keine passende Bühne für die filigranen Hauptdarsteller ist! Das Architekturbüro von Georg Bechter aus Hittisau im Bregenzerwald hat für eine Goldschmiedin am Ort ein feines Ladengeschäft entwickelt, das für sich selbst schon ein Schmuckstück ist.

BM-Redakteur Heinz Fink

Leicht geschwungen hüllt die fein gezeichnete, raumhohe Wandvertäfelung aus massiver Weißtanne den Raum ein. Das kleinteilige, in Längsrichtung verlegte Industrieparkett aus Rüster zieht den Besucher förmlich in den Laden hinein, und hier und da sprießen, gleich Blumen auf dünnen Stengeln, als Halbkugeln gedrechselte Vitrinen aus dem Boden. Das rechte Licht dafür liefern kleine kugelförmige Leuchtkörper, die locker verstreut auf der sandgestrahlten Betondecke verteilt sind. In einem neu erbauten Wohn- und Geschäftshaus im Dorfzentrum von Hittisau gelegen, bietet das „Glanzstück“ eine passende Kulisse für die Arbeiten der Vorarlberger Goldschmiedin Christina Fetz-Eberle. Entworfen wurde das Ladengeschäft vom örtlichen Architekturbüro Georg Bechter und ausgeführt von Handwerkern aus der Region.

Weich fließende Linien

Der ca. 44 m² große, über eine raumbreite und -hohe Glasfront an der Stirnseite erschlossene
Verkaufsraum wird an drei Seiten von raumhohen, geschwungenen Wandverkleidungen eingefasst. Von der eigentlichen Gebäudewand abgerückt schaffen sie so die notwendige Tiefe für den Einbau von weiß pulverbeschichteten Vitrinen aus Stahl, die mit in Nuten laufenden Glasschiebetüren verschlossen werden. Aus der Wandflächen teils hervortretende Bereiche dienen als Ablage und Sitzbank, in denen sich hinter Türen bzw. in Auszügen reichlich Stauraum bietet.

Ein zentraler, mit dunkelviolettem Leinenstoff bespannter Raumkörper bildet einerseits den Hintergrund für die reichlich mit Schubladen bestückte Verkaufstheke, zoniert zugleich aber auch den Raum in verschiedene Bereiche. So dient eine integrierte Sitznische der stillen, zurückgezogenen Beratung und auf der Rückseite nimmt das Volumen den Goldschmiedearbeitsplatz der Schmuckgestalterin auf.

Ein markantes Element sind die in losen Gruppen frei im Raum platzierten Schmuckvitrinen: Die blütengleichen Halbkugeln aus gedrechselter Rüster sitzen auf dünnen, aus dem Parkettboden ragenden Stahlrohren und ermöglichen durch ihre wegschwenkbaren, runden Rahmen mit Glasfüllung den Zugriff auf die ausgestellten Schmuckstücke.

Sensible Lichtführung

Auch die Lichtgestaltung und die dazugehörigen Produkte stammen aus dem Büro von Georg Bechter. In Gruppen zusammengefasst verteilen sich kleine kugelförmige Leuchten (Sferes) über den Raum und ermöglichen so die gerichtete und punktgenaue Beleuchtung der einzelnen Schmuckstücke. Die Leuchten sind dabei in weiche Auswölbungen in der sandgestrahlten Sichtbetondecke eingefügt und bilden so ein interessantes, plastisches Element. Dieselben kugeligen Elemente, hier allerdings als Pendelleuchten, setzen feine Lichtakzente auf der Verkaufstheke.

Weiteres Licht liefern flächenbündig integrierte Punktleuchten (Dot 28). Sie sind mit einem Entblendungsring ausgestattet, was die Lichtqualität so weit verfeinert, dass die Lichtquellen im Raum kaum wahrnehmbar sind. Mit gut 1000 Lumen pro Spot entsteht so eine brillante Lichtstimmung, die Verkaufsraum und Schmuck glanzvoll zur Geltung bringen.


Objektbeteiligte

Bauherrin

Christina Fetz-Eberle

6952 Hittisau, Österreich

www.glanzstueck.at

Planung

Georg Bechter Architektur + Design

6952 Hittisau, Österreich

www.bechter.eu

Innenausbau

Tischlerei Kurt Hagspiel

6952 Hittisau, Österreich

www.hagspiel-kurt.at

Drechselarbeiten

Fassbinderei Peter Lässer

6952 Hittisau, Österreich

fassbinderei.laesser@gmx.at

Polsterarbeiten

Mohr Polster

6866 Andelsbuch, Österreich

www.mohrpolster.at

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