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„Ein harter Weg, aber der richtige“

Schreinerei Beer fokussiert sich auf Kernkompetenz
„Ein harter Weg, aber der richtige“

Die Schreinerei Beer hat ein Jahr Umstrukturierung hinter sich. Geschäftsführer Christian Beer investierte kräftig in eine neue Nesting-Anlage, in die Erweiterung seiner Imos-Software und in eine neue Ausstellungs- und Verkaufsfläche. Heute konzentriert sich die Schreinerei auf die Fertigung von Küchen und Einbaumöbeln.

Anton und sein Sohn Christian Beer hatten ihre Schreinerei in Wolfersdorf bei Freising extrem breit aufgestellt. Es wurde quasi alles verkauft, was der Kunde verlangte, angefangen vom Fenster über Küche, Türen und Möbel bis hin zur Sauna. Dabei wurde der Planungs- und Organisationsaufwand immer komplizierter und immer umfangreicher. Mit dem Generationswechsel in der Geschäftsführung 2009 sollte auch eine neue Struktur her, bei der sich die Schreinerei Beer vom Kopf auf die Füße stellen musste.

Die Überlegungen sahen eine Spezialisierung vor, die die Fertigung von vorwiegend Küchen und Einbaumöbeln für Privatkunden im mittleren bis gehobenen Segment vorsah. Die Trennung von den Randprodukten sollte nicht allzu schwer fallen, sind Küchen und Einbaumöbel doch ohnehin die Leidenschaft des 14-köpfigen Beer-Teams. Noch aber musste der Gedanke reifen.
Neu: Maschinenpark und Software
Entscheidenden Anstoß gab schließlich die Ligna 2011, auf der Christian Beer eine Weeke-Anlage in Verbindung mit einem Bargstedt-Lager entdeckte. Das Konzept überzeugte ihn auf Anhieb. Er schlug zu und es folgte nicht weniger als die komplette Umstrukturierung des gesamten Betriebs.
Heute verfügt das Unternehmen über eine maschinelle Vollausstattung: Homag Venture, Lager Bargstedt mit Anbindung an Weeke Nesting, Weeke ABD, Brandt Kantenautomat, Ligmatech Rückführung und eine Bütfering Schleifmaschine.
Bei der Software vertraut Beer auf die CAD/CAM-Lösungen von Imos. Seit vielen Jahren setzt Beer die Software ein, hat zwei Arbeitsplätze eingerichtet, inzwischen mit der aktuellen Imos-10-Vollversion. Die Software sichert dem Betrieb eine Durchgängigkeit von der Kundenzeichnung bis zur Maschinenansteuerung.
Integration einer Nesting-Anlage
Die Anbindung der CAD-Konstruktionsdaten mit Imos CAM an die Homag Venture funktioniert reibungslos. Das Plattenlager von Bargstedt und die Nesting-Maschine von Weeke werden ebenfalls von der Software mit Daten versorgt: Nachdem alle Bauteile in Imos CAD konstruiert worden sind, werden daraus sämtliche CNC-Daten abgeleitet und die Daten für das Nesting-Programm Schnitt-Profit von Holzma ausgegeben.
Die CNC-Daten enthalten dabei alle Bearbeitungen der Bauteile sowie die zu nestende Kontur mit Fräsbearbeitung. Im Schnitt-Profit werden die CNC-Daten dann zu einer Nesting-Platte optimiert. Bei der Übergabe von Imos an Schnitt-Profit werden bereits die einzelnen Fertigungswege berücksichtigt, zum Beispiel werden die Teile separat zum Nesten ausgegeben, die nachträglich HPL-beschichtet werden und die dann nur eine Nestingkonturbearbeitung, aber keine Bearbeitung in der Fläche enthalten.
Optimierung des Verkaufs
Parallel zur Optimierung der Fertigungsprozesse hat die Schreinerei Beer in eine neue, über 800 m2 große Ausstellung mit Verkaufsbüros und in eine große Materialbibliothek investiert. Gesamtvolumen: 1,2 Millionen Euro. Passend dazu hat Christian Beer auch Imos Plan installiert, eine komfortable grafische Verkaufslösung, die für schnelle und sichere Verkaufsplanung mit Echtzeitkalkulation, 3D-Raumplanung, Möbelkonfiguration und Visualisierung für Verkaufsgespräche sorgt.
Konzentration auf die Kernkompetenz
Planung, Umbau und Integration aller Systeme und Gewerke in den laufenden Betrieb dauerten ein Jahr. Nervosität kam bei der Implementierung der Nesting-Anlage auf, hier hatte das Unternehmen noch keine Erfahrung. Christian Beer: „Die Einführung der Nesting-Anlage war natürlich Neuland, aber auf die Hilfe von Imos und Homag war stets Verlass.“
Beer sieht die Zukunft des Schreinerhandwerks in der Konzentration auf die Kernkompetenz: Der Fertigung von Küchen und Möbeln, anstatt sich nur auf die Montage von Fertigprodukten zu reduzieren. Deshalb zieht Christian Beer ein positives Resümee, wenn er auf das vergangene Jahr zurückblickt: „Es war ein harter Weg, aber der richtige.“ I
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