Bernd, Christian und Rainer Moser haben sich der Massivholzplatte verschrieben

Drei Brüder, eine Platte

Massivholzplatten in sämtlichen Laubholzarten, in unterschiedlichsten Größen, vieles direkt auf Lager, alles ab Stückzahl eins – das ist die Spezialität von Moser. Seit mehr als 30 Jahren. Da ist jede Menge technisches Know-how gefragt, aber eigentlich zählt vor allem eines: die Erfahrung. BM-Redakteurin Regina Adamczak

I „Wir hatten schon viele Nachahmer, aber die meisten davon sind genauso schnell wieder vom Markt verschwunden, wie sie aufgetaucht sind“, erzählt Bernd Moser. Er leitet zusammen mit seinen beiden Brüdern Christian und Rainer das Unternehmen. Die drei haben die Verantwortung aufgeteilt: Bernd Moser ist für Technik und Finanzen zuständig, Christian Moser verantwortet den Vertrieb und Rainer Moser leitet die Fertigung und ist der Fachmann für den Holzeinkauf. Er begutachtet das Holz bei den Sägewerkern vor Ort, quer durch Europa. Er kennt sie alle und weiß, wem er vertrauen kann. Denn alles fängt bei einer einwandfreien Rohware an. Bretter, möglichst gerade und rissfrei. Ohne Äste oder „schönastig“, wie es gerade bei der Eiche Trend ist. Um zudem die nachhaltige Waldbewirtschaftung und kurze Beschaffungswege zu unterstützen, ist Moser zertifizierter Partner der Initiative „Holz von hier“.

Was die Holzarten angeht, müssen die Mosers ihrer Zeit immer ein bisschen voraus sein. Zur Zeit ist immer noch Eiche sehr gefragt, aber diese muss immerhin zwei Jahre abgelagert werden. Das lässt sich mit keinem Trocknungsprogramm beschleunigen. Die Holztrockung ist seit 20 Jahren das Spezialgebiet von Rainer Moser. Er optimiert die Programme – für jede Holzart und jede Lieferung einzeln. „Das ist eine Wissenschaft für sich“, mehr verrät der Experte nicht. Die Hölzer werden in vier modernen Zu-Abluft-Trocknern mit einer Kapazität von ca. 250 m3 getrocknet. Die auf eine Endfeuchte von 8 +/-2 % getrockneten Hölzer werden im voll klimatisierten Trockenlager gelagert. Denn: Optimal getrocknete Hölzer sind spannungsfrei und die Grundlage für hochwertige Produkte.
Erfahrene Mitarbeiter sortieren von Hand
Auch wenn die Mosers im Grunde genommen nur ein Produkt anbieten – „Wir arbeiten in einer Nische“, bringt es Bernd Moser auf den Punkt – ist das Angebot doch sehr vielfältig.
Direkt ab Lager gibt es massive EinschichtMassivholzplatten, die innerhalb von ein bis zwei Tagen ausgeliefert werden. Die Lamellen werden stumpf mit formaldehydfreiem Weißleim verleimt (nach DIN-EN D3). Die Oberfläche ist mit Korn P80 geschliffen, die Platten sind formatiert und beidseitig mit selbstklebender Schutzfolie belegt. Dreizehn gängige Holzarten sind lieferbar: von amerikanischem Ahorn bis Wildeiche, in vier Stärken und verschiedenen Größen.
Im Online-Shop sehen, was vorrätig ist
Die Massivholzplatten weisen generell durchgehende Lamellen auf, die in der Breite variabel von 90 bis 40 mm sind und gemischt homogen verleimt werden. Dabei wird die Sortierung vor der Verleimung von Hand vorgenommen. „Nur so kann die bekannte Moser-Schreinerqualität gewährleistet werden. Was unsere erfahrenen Mitarbeiter leisten, schafft bisher noch keine Maschine“, bringt es Bernd Moser auf den Punkt.
Um die Bestellmöglichkeiten effizient zu gestalten, haben die Mosers schon vor zehn Jahren einen Online-Shop programmieren lassen. Hier kann der Kunde direkt sehen, ob die gewünschte Platte auf Lager ist und sie auch sofort bestellen.
Abgesehen von den Standardplatten gibt es die Massivholzplatten auf Wunsch noch in jeder Größe, Stärke und Stückzahl. Dabei kann aus 50 Holzarten gewählt werden. Auch Sonderformen sind möglich, sie werden nach CAD auf einem modernen BAZ formatiert. Auch Tischplatten und Tischbeine werden in verschiedenen Fertigungsstufen angeboten – bis hin zum fertig konfektionierten Set. Ein weiterer Angebotsschwerpunkt sind Treppenstufen, individuell nach Maßangaben bestellbar. Und auch hier sind auf Wunsch Kantenbearbeitungen, Fräsungen, Bohrugen und verschiedene Oberfächenvarianten wählbar.
Apropos Oberflächen: Auch bei den Massivholzplatten kann in verschiedenen Körnungen geschliffen, gebürstet, gefräst, gebeizt und geölt oder lackiert werden – alles nach Wunsch.
Von Kollege zu Kollege
Bei allen Sonderanfertigungen kommt dem Unternehmen zugute, dass es aus einer Schreinerei heraus entstanden ist. Der Betrieb wurde 1956 als Dorfschreinerei gegründet. Später konzentrierte man sich hauptsächlich auf Türen und Zargen, ehe man in den 80er-Jahren die Massivholzplatte für sich entdeckte. Anfangs spezialisierte Moser sich auf Treppenstufen, bald war er als Zulieferer für die Küchenindustrie tätig. Aber die Nachfrage stieg und so wurde die Produktion immer weiter optimiert: Stetig kamen neue Trocknungsanlagen hinzu, eine Hochfrequenz-Verleimanlage wurde angeschafft, die Schleifanlagen weiter perfektioniert. Vor knapp zwei Jahren wurde ein chaotisches Plattenlager installiert, sodass die Aufträge noch schneller abgewickelt werden können.
„Ein Großteil der Maschinen werden im Sondermaschinenbau in direkter Absprache mit dem jeweiligen Maschinenhersteller individuell für uns konfiguriert“, erzählt Bernd Moser. Nach zehn Jahren jedoch müssen die Anlagen spätestens abgeschrieben werden, so groß ist der Durchlauf. Denn: „Jede Maschine muss exakt arbeiten. Toleranzen gibt es bei uns nicht.“
Termintreue und Beratung ist wichtig
Doch nicht nur in Sachen Qualität wollen die Mosers in der ersten Liga spielen. Auch Termintreue ist ihnen ein wichtiges Anliegen. „Wir sagen nur Termine zu, die wir sicher halten können“, sagt Rainer Moser. Zuverlässigkeit und Vertrauen werden groß geschrieben. „Wir arbeiten oft eng mit unseren Kunden zusammen. Die Beratung hat stark zugenommen“,so Moser. „Das kann der Holzhandel heutzutage oft nicht mehr leisten.“ Bei den Mosers in Bubsheim ist das Büro deshalb immer mit zwei Mitarbeiten besetzt, die alle Fragen zeitnah beantworten.
Über 85 Prozent der Kunden sind Stammkunden – aus ganz Deutschland, aber auch Österreich und die Schweiz sind starke Märkte. Beliefert wird jeder Schreiner und Tischler, entweder direkt oder über den Holzhandel, je nach Verfügbarkeit.
Made in Baden-Württemberg
Das Unternehmen hat seinen Standort im südlichen Baden-Würtemberg. Bubsheim ist ein beschaulicher Ort im Naturpark Obere Donau. Die Schreinerei war eines der ersten Unternehmen in dem kleinen Industriegebiet. In einem separaten Gebäude werden auch heute noch Innenausbauten für Privatkunden aus der Region gefertigt. Der große Vorteil daran: Alle Mosers sind Schreinermeister und können ihren Schreinerkunden immer kompetent auf Augenhöhe begegnen. Zur Zeit gibt es vier Schreiner-Azubis und so sind auch alle Mitarbeiter in der Massivholzplatten-Fertigung ausgebildete Schreiner. „Das ist bei unserem vielschichtigen Produktspektrum sehr wichtig.“
Das Unternehmen wirkt freundlich mit seinem großzügigen Eingangsbereich und den offenen Büros. Jeder ist willkommen: „Wir laden unsere Kunden gerne ein, sich unsere Massivholzplatten-Fertigung persönlich anzuschauen.“ I
Moser OHG
78585 Bubsheim

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