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The Rolling Showhouse

Continental präsentiert Tiny House ContiHome
The Rolling Showhouse

Der Oberflächenspezialist Continental hat innerhalb von 18 Monaten das Tiny House „ContiHome“ am Standort in Weißbach entwickelt und gebaut. Das als mobiles Showhouse konzipierte Tiny House präsentiert dabei die neuesten Continental-Oberflächen. BM war vor Ort und konnte das ContiHome begutachten.

BM-Redakteur Stefan Kirchner

Continental hat mit seinem selbst konzipierten Tiny House etwas verwirklicht, wovon Zulieferer der Bau- und Möbelbranche schon lange träumen: ein ganzes Haus ausschließlich mit den eigenen Materialien auszustatten. „Unser neuer Showroom zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, die wir mit unserer breiten Produktpalette offerieren“, erklärt Janina Grübel, Produktmanagerin Exterior Living bei Continental. Das ContiHome ist ein smartes und mobiles Tiny House, das aktuelle Trends aufgreift, darüber hinaus in die Zukunft des Wohnens weist und bei Messen und Events für Architekten, Systemgeber sowie Fenster-, Türen- und Möbelhersteller das gesamte Produktportfolio erlebbar macht. Rein die Materialkosten für das Tiny House betrügen über 100 000 Euro. Konzipiert wurde das Tiny House für zwei permanente Bewohner. Aber auch zwei Übernachtungsgäste finden hier zusätzlich ihren Schlafplatz.

Grundkonstruktion mit edler Außenhaut

Kerntugenden des ContiHome sind seine Mobilität und Flexibilität. Montiert auf einem Trailer kann es seinen Standort wechseln. Das Tiny House hat eine Grundfläche von 32 m2, ist 10,0 m lang, 2,45 m breit und an der höchsten Stelle 3,99 m hoch. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 5,8 t und kann nur von einem LKW gezogen werden. Das Grundgerüst besteht aus einer tragenden Holzständerkonstruktion. Bewusst wurde diese im Innenbereich offengehalten. Auf der Außenseite befindet sich eine Verbundplatte aus 8 cm XPS-Schaum mit jeweils einer PVC-Platte auf der Innen- und Außenseite verkleidet. Die Platten sind beidseitig mit Exteriorfolie verkleidet, außen Mattex Anthrazit und Woodec Turner Oak malt und innen Verkehrsweiß. Auch die von Aluplast hergestellten Fenster und Türen sind mit Mattex und Woodec beschichtet. Ein Ziel war dabei, mit recycelbaren Materialien den Wunsch vieler Verbraucher nach nachhaltigen Produkten zu erfüllen. Sogar an eine ausklappbare Terrasse wurde gedacht. Diese ist mit einem speziellen Terrassenbelag (momentan nur in den USA erhältlich) versehen. Sogar die Sitzkissen auf den Terrassenmöbeln wurden mit der Continental-Oberfläche skai Cool Colors Venezia Pine Green ausgestattet.

Die Sprache der Materialien und Formen

Die ganzheitliche Gestaltung im Industrial-Design zeigt sich markant, geradlinig und pragmatisch. Damit bei aller Modernität die Wohnlichkeit nicht auf der Strecke bleibt, kommen neben angesagten Schwarz- und Anthrazittönen warme Naturtöne zum Einsatz. Im Innenraum werden unterschiedlichste pflegeleichte und langlebige Beschichtungen und Polsterbezugsmaterialien eingesetzt. Besonders flexibel ist das multifunktionale Möbel, das als Sideboard, Arbeitsplatz oder Essbereich fungiert, und der versteckte Stauraum in Treppenhaus und Sitzbereich. Eine smarte Lösung ist auch der in der Küche versteckte, elektronische Kamin. Er funktioniert mit Wasserdampf und kann als Raumteiler genutzt werden. In der Küche befinden sich alle notwendigen Geräte. Die 3D-Küchenfronten sind mit Möbelfolie beschichtet. In der Küchenarbeitsplatte sind Sensoren in die Oberfläche integriert, über die sich die Beleuchtung im Küchenbereich schalten lässt. Abgestimmte Unterhaltungs- und Stimmungselemente wie Licht und Sound lassen sich einfach per App oder über einen Touchscreen an der Eingangstür steuern. Ein Highlight ist die Uhr im ContiHome. Sie zeigt die Zeit durch ein hinterleuchtetes transluzentes Material. Der Fußboden im Innenbereich wurde mit drei verschiedenen Rigid-LVT-Böden versehen.

Die Wandverkleidung im Badezimmer besteht aus Holzwerkstoffplatten mit einer mattschwarzen PET-Folie. Für den Bettrahmen und das Kopfteil wurde Kunstleder verwendet. Die Sofa-Ecke mit Stauraum in Schubläden kann zu einem zweiten Bett umfunktioniert werden. Die Polster und Kissen dafür wurden mit digital bedruckten Bezugsmaterialien versehen.

„Bei der Grundidee war es uns wichtig, Naturmaterialien mit künstlichen Oberflächen zu kombinieren, um zu zeigen, dass dies kein Widerspruch ist“, erläutert Rainer Irouschek, Continental Geschäftsbereichsleiter Exterior.

Bei Axel Schmidt, verantwortlich für Kommunikation bei den Oberflächenspezialisten von Continental in Weißbach, häufen sich auch schon die Nachfragen, ob das ContiHome käuflich zu erwerben ist. Momentan ist eine Serienfertigung aber nicht geplant. Sollte es wirklich dazu kommen, müsste laut Rainer Irouschek das Tiny House 2,0 m kürzer sein, um es komfortabel transportieren zu können. Wer das ContiHome gerne auch mal live sehen möchte, hat bei den Oberflächenspezialisten von Continental in Weißbach die Gelegenheit dazu.

Entwicklungen und Trends

Aktuell hat der Hersteller mit einem Acrylat- und PVDF-Engpass zu kämpfen, um die Folien herstellen zu können. Besonders wird PVDF für Woodec und Mattex benötigt, weil dieses Material lösemittelverträglich ist. „Wir leben momentan von der Hand in dem Mund, was die Rohstofflieferung angeht. Aber wir merken gerade, dass sich die Lage ein wenig entspannt“, erklärt Rainer Irouschek.

Was laut dem Folienspezialisten bei den Architekten gut ankommt, sind Kunststofffenster mit Nullfuge und auch mit 90°-Stoß. Mit Woodec kaschierte Kunststofffenster erhalten so eine Wahrnehmung, die bisher nur Holzfenstern vorbehalten war.

Die angesagten Trends im Bau und Ausbau sind schwarze, weiße und graue Folien. Zudem müssen sie meistens matt sein. Gerade in Deutschland stehen dunkle Farben im Fokus. „Diesen Trends entspricht die neue Mattex-Oberfläche. Sie wertet das Fenster deutlich auf, besonders dann, wenn sie mit Woodec kombiniert wird. Mattex ist aktuell in zehn und das Dekor Woodec in vier komplementären Farben erhältlich“, so Rainer Irouschek.

Was die Folienneuheiten-Entwicklung angeht, wird sich zum Eichendekor auch eventuell eine neue Woodec-Folie mit Nadelholzoptik dazugesellen. Diese soll auch für Fassadenelemente eingesetzt werden. „Wir haben am Markt eine hohe Nachfrage nach Fassadenplatten in Holzoptik. Denn ein Fassadenpaneel ist im Vergleich zu einer Holzfassade wartungsfrei und muss nicht nach einigen Jahren neu gestrichen werden“, so Rainer Irouschek abschließend.

Continental

74679 Weißbach

www.continental-industry.com/contihome

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