iFurn und Blum sorgen für Durchgängigkeit. Kurzer Prozess bei der Konstruktion - BM online
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Kurzer Prozess bei der Konstruktion

iFurn und Blum sorgen für Durchgängigkeit
Kurzer Prozess bei der Konstruktion

Ein wichtiger Erfolgsbaustein ist es, Industrie 4.0 in der Schreiner-, Tischler-, Möbel- und Innenausbaubranche gezielt voranzutreiben und das enorme Potenzial durchgängiger Digitalisierung möglichst konsequent auszuschöpfen. Blum und iFurn zeigen, wie genau das im Bereich der CAD-Konstruktion gehen kann.

Da ist auf der einen Seite die Julius Blum GmbH aus Österreich, einer der weltweit größten Hersteller von Möbelbeschlägen – spezialisiert nicht nur auf innovative Produkte und Lösungen, sondern immer auch bestrebt, Kunden und Geschäftspartnern einen ebenso praxisorientierten wie auch zeitgemäßen und zukunftsorientierten Service zu bieten.

Und da ist die iFurn GmbH aus dem ostwestfälischen Herford. Seit zehn Jahren am Markt, versteht sich das Unternehmen als Schnittstelle zwischen der Zulieferindustrie und Designern bzw. Konstrukteuren. Der Service: Per Cloud werden digitale Produktdaten von Schubkasten-, Scharnier- und Klappenbeschlägen, Griffen, Platten und anderen Materialien der Zulieferer so bereitgestellt, dass sie sich direkt in die CAD-Konstruktion integrieren lassen. Eine langwierige Suche in Katalogen, der Austausch von technischen Zeichnungen, Rückfragen beim Kunden-Support über Einbau- und Montagedetails – das alles gehört für iFurn-Nutzer der Vergangenheit an.

Langjährige Technologiepartnerschaft

Erste Kontakte zwischen Blum und der iFurn-Schwesterfirma Imos AG gab es bereits im Jahr 1998. Beide Unternehmen präsentierten seinerzeit Systeme – Dynaplan (Blum) und Imos CAD – die auf den hohen Nutzen durchgängig digitaler Daten von der Planung bis zur Ausgabe von Produktionsunterlagen fokussierten. Die ähnlich gelagerten Strategien führten in der Folge zu einer Technologiepartnerschaft mit regelmäßigen Meetings zur Abstimmung des beiderseitigen Know-hows. Gemeinsam präsentierten sich die Unternehmen auf Messen und Kundenseminaren.

Als Ímos 1998 den ersten Designkatalog präsentierte, waren darin bereits auch Datensätze aus der Blum-Produktpalette zu finden. Der Designkatalog machte es Imos-Anwendern erstmals möglich, Beschlagdaten unterschiedlicher Hersteller direkt in den Konstruktionsprozess zu integrieren. An einen Cloudservice war seinerzeit noch nicht zu denken. Bis zur Jahrtausendwende war das 56K-Modem Standard bei der Datenübertragung des Internets. Breitbandanschlüsse von immerhin 256 kbit/s sollten erst 2008 sowohl national als auch international flächendeckend zur Verfügung stehen. Große Datenmengen per Internet auszutauschen war also schlicht nicht möglich. So wurde der Designkatalog bis zur Gründung von iFurn per CD/DVD vertrieben.

„Partnerschaften setzen Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit voraus“, sagt Dietmar Anwander, verantwortlicher Produktmanager bei Blum. „Gemeinsam mit Imos bieten wir unseren Kunden seit über 20 Jahren stets aktuelle Beschlaginformationen. Das hohe Verständnis unseres Softwarepartners für unsere Produkte macht es möglich, die Schnittstelle zu den Imos-Softwarelösungen immer weiter zu verbessern. Die integrierten Planungsinformationen lassen unsere Kunden einfach, schnell und fehlerfrei Blum-Produkte in ihren Anwendungen verplanen – ohne zusätzlichen Aufwand für die Datenanlage.“

Aktuelle Daten stets in Echtzeit

Heute ist iFurn ein moderner Cloudservice. Neben Blum vertreiben dort viele namhafte Hersteller ihr Produktportfolio. „Bei uns spielt die Qualität der Daten eine entscheidende Rolle“, erklärt Dirk Löckener, Key-Account-Manager der iFurn GmbH. „Wir verstehen uns nicht nur als hersteller- und produktübergreifender Cloudservice. Ein wesentliches Merkmal unseres Leistungsspektrums ist die Aufbereitung von Daten, die uns kundenseitig zur Verfügung gestellt werden. Mit Blum läuft das reibungslos. Dank der engen Partnerschaft konnten wir eine Schnittstelle einrichten, über die sich speziell Blum-Daten nahezu 1 zu 1 in iFurn übernehmen lassen. Der Aspekt ‚time to market‘ wird hier also konsequent ausgeschöpft: Alles, was bei Blum neu ist, steht den Konstrukteuren weltweit quasi in Echtzeit zur Verfügung.“

Alle gängigen CAD-Formate werden unterstützt

Diesen Vorteil haben alle Zulieferunternehmen, die ihre Daten von iFurn aufbereiten lassen. Dazu reichen in der Regel kaufmännische Unterlagen und vereinfachte CAD-Modelle, die dann mit allen relevanten Maschineninformationen, Einbauregeln sowie zahlreichen weiteren Informationen ausgestattet werden. Löckener: „Das bedeutet: Wer sich für iFurn entscheidet, kann sicher sein, dass seine Produktdaten komplett sind. Dazu zählen alle Informationen für Bearbeitungen, Logiken und Funktionen. Die Oberflächeninformationen erlauben auch die Erzeugung fotorealistischer Bilder. Unsere Daten unterstützen dabei alle gängigen CAD-Formate.“

Unternehmen, vom Handwerk bis hin zur Industrie, verlangen heute nach digitalen Produktdaten. In der Möbelbranche sind aber unterschiedliche CAD-Systeme im Einsatz, die jeweils ein individuelles Format unterstützen. Für den Zulieferer bedeutet das, jeden Artikel gleich mehrfach aufzubereiten. Hinzu kommt die Distribution, die aufwendiger wird, je mehr Kunden man erreichen möchte. Zulieferunternehmen, die iFurn nutzen, können sich das sparen: Die dort bereitgestellten Formate sind mit 30 CAD-Systemen kompatibel.

Bewährt in der Praxis

Ein interessantes Beispiel dafür, wie das in der Praxis funktioniert, ist die Schurig GmbH im schwäbischen Bönnigheim. Dort wird Digitalisierung konsequent umgesetzt. Inhaber Klaus Schurig: „Man muss etwas tun, um sich vom Wettbewerb abzusetzen. Die Zeit ist schnelllebiger geworden, der Handel globaler. Da heißt es, konsequent die eigenen Stärken auszuspielen. Für uns bedeutet das, neben hochwertigen Produkten einen ebenso modernen Service anzubieten.“

Auf 3000 m² fertigt sein Unternehmen individuelle Möbel und Innenausbauten, hochwertige Küchen sowie Ladeneinrichtungen. Hinzu kommen Messe- und Eventbau. Architekten und Inneneinrichter auf der ganzen Welt zählen zu seinen Kunden. „Wir profitieren davon, dass in Deutschland anders ausgebildet wird als in weiten Teilen der Welt. Hiesige Möbelfertiger können auf hoch qualifizierte Mitarbeiter mit entsprechendem Know-how zurückgreifen und das schlägt sich in einer Qualität nieder, die in Asien oder den USA oftmals nicht erreicht werden kann“, erklärt Schurig. 25 solcher Fachkräfte beschäftigt er in seinem Unternehmen. Mit ihnen beliefert er Kunden unter anderem in Paris, Moskau, New York, Los Angeles, Dubai und Shanghai. Die Kontakte knüpft er in internationalen Businessnetzwerken. Dort spielt aber nicht nur die Qualität der Produkte eine Rolle. „Insbesondere im Hinblick auf unsere internationalen Geschäftsverbindungen wären wir allein damit nicht wettbewerbsfähig. Schon seit Jahren praktizieren wir die komplett digitale Vernetzung, einerseits innerbetrieblich, aber auch extern in der Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern und Geschäftspartnern.“

Entfernungen spielen keine Rolle

„Wir waren noch nie auf einer Baustelle“, überrascht Klaus Schurig. „Im Moment produzieren wir ein komplettes Haus in Austin/USA. Ich habe die Architekten aus New York, mit denen ich das ausführe, noch nie persönlich getroffen. Das wäre durch die aktuellen Reisebeschränkungen auch gar nicht möglich gewesen. Vom Aufmaß über die Entwürfe, auch mit kniffligen Details, bis hin zu den Montageinformationen: Alles tauschen wir digital aus. Sonst wären wir nicht in der Lage, solch ein Projekt abzuwickeln.“

Schurig ist langjähriger Blum-Kunde. „Die sehr gute Qualität und das zeitgemäße Design der Blum-Produkte passt perfekt zu unseren Möbeln. Um die bauen zu können, benötigen wir vor allem hochwertige Daten, die wir in unserem digitalen Workflow umfänglich einsetzen können. Diese Voraussetzungen finden wir bei Blum.“

Als Imos-Anwender beziehen die Konstrukteure ihre Zulieferdaten über iFurn. Im iFurn-Katalog finden sie alles, was im täglichen Konstruktionsprozess benötigt wird. Und sollten Kunden etwas besonders Ausgefallenes wünschen, hilft die praxisorientierte Beschlagauswahl weiter. „Die Schnelligkeit und Passgenauigkeit, mit der uns Blum-Daten so zur Verfügung stehen, geben uns nicht nur Sicherheit im Konstruktionsprozess. Sie beschleunigen unseren gesamten Workflow: Zuschnitt, CNC, kaufmännische Daten und die Übergabe an ERP-Programme. Da werden die Daten weiter verarbeitet in Stücklisten, Listen für Materialbedarf etc. Der Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung bekommt die Daten und legt sie als Auftrag nieder für den ganzen Betrieb. Damit arbeiten alle Abteilungen an dem Projekt. Und es funktioniert reibungslos.“ (cn/Quelle: iFurn)

www.schurig-int.de

www.ifurn.net

www.blum.com

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