Gestaltung im Tischlerhandwerk, Folge 17

Platzierung der Griffe und Knöpfe

Auch die Beschläge und Griffmöglichkeiten, ins-besondere die, die in der Front sichtbar sind, beeinflussen die Gestaltung des Möbels. Zum einen können sie ein besonderer Blickfang und damit besondere gestalterische Akzente setzen, zum anderen eher unauffällig und zurückhaltend sein.

Als erstes müssen Beschläge und Griffmöglich-keiten aber ihre Funktion erfüllen. Griffe müssen beim Öffnen und Schließen der Frontteile wie Türen, Klappen, Schubkasten und Rollläden bequem zu greifen sein. Man darf sich zum Beispiel beim Öffnen und Schließen der Frontteile nicht die Fingernägel abreißen und sich nicht die Finger klemmen. Sie müssen griffsympathisch, haptisch sein.

Im Handel wird eine große Vielfalt von Griffbeschlägen angeboten. Im wesentlichen sind Knöpfe, Bügelgriffe, Hänge-griffe, Griffstangen und Griff-muscheln zu unterscheiden. Sie sind in verschiedenen Materialien wie in Messing, vergoldet, vernickelt, verchromt, in Edelstahl, in Glas, in Leder, in Kunststoff und in Holz erhältlich. Zudem sind eigene Grifflösungen wie Ausfräsungen, Griffnuten möglich.
Immer muss die Griffart auch zur Form, Holzart und zum Charakter des Möbels passen.
Nicht nur die Art und Ausführung der Griffe oder Griffmöglichkeit beeinflusst die Gestaltung, sondern auch die Anordnung, die Platzierung der Griffe auf der Möbelfront. Sie muss daher sehr gut und sensibel überlegt sein.
Im Allgemeinen sollte man protzige, durch Form, Farbe und Material sich selbst zur Schau stellende Griffbeschläge vermeiden. Sie wirken zu laut und zu dominant auf der Fläche.
Besonders schlimm ist es, wenn diese noch in größeren Mengen auf der Front vorkommen. Zurückhaltende, eher bescheiden wirkende Griffbeschläge sind feiner und daher meistens besser.
Auch hier ist es sehr schwer für alle Fälle eine Gestaltungsregel aufzustellen. An Beispielen von Möbeltüren und Schubkastenvorderstücken sollen trotzdem einige Gesetzmäßigkeiten und Griffmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Der Autor: Dipl.-Ing. Wolfgang Nutsch, ehemaliger Leiter der Fachschule für Holztechnik, Stuttgart, ist Verfasser zahlreicher Fachbücher.

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Abb. 225: Aus den Elementen „Gerade“, „Kreislinie“, „Ovallinie“ und „Ellipsenlinie“ entwickelte Profile


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