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Meisterstücke und Gesellenstücke von Schreinern und Tischlern

Was Möbel erzählen

Gesellenstücke dürften eigentlich gar nichts mit herkömmlichen Möbeln zu tun haben. Sie müssten mit ihrem Aussehen erzählen von jungem Wohnen, von neuer Lebenslust und vom Aufbruch in frisch erschlossene Welten. Neue Farb- und Holzkombinationen, unkonventionelle Funktionen in und an Möbeln böten dann in den Gesellenstückausstellungen ein Eldorado für Wohnfachleute und Trendforscher. Erkennen lassen würden sich bei solchen Präsentationen neue gestalterische Entwicklungen bis hin zu gar neuen Wohnbedürfnissen. In der Tat, Gesellenstücke erzählen eine ganze Menge – teils Originelles, oft Persönliches.

Junge Menschen um die 20 sprechen anders, ziehen sich anders an, denken anders, leben anders und haben eine andere Art miteinander umzugehen. Nach außen hin erleben wir dies beim Blättern von Prospekten, beim Beobachten der Jugendlichen im Straßencafé, in der Straßenbahn oder beim Umgang mit ihren Handys.

Folgerichtig sehen ihre Wohnräume auch anders aus. Die Bilder an den Wänden, die Farbigkeit der Räume, die Accessoires etc. erzählen von jungen Menschen. Ist doch auch richtig. Da muss doch ein Unterschied zur Elterngeneration sein.
Gesellenstücke können erzählen über junge Menschen
Zwar mit weniger Geld den Raum gestaltet, doch die Lebenslust riesengroß. Protest, Suche nach der eigenen Identität, Ab-tasten möglicher Lebens- und Wohnformen und auch dieses unbekümmerte ‚Einfach-mal-machen’. Unkonventionell darf es schon sein, und zwar gerade so unkonventionell wie es die anderen in diesem Alter auch tun. Denn von diesen braucht es die Anerkennung. Aber das ist in Ordnung. Die soziale Anerkennung des einem lieb gewordenen Umfeldes braucht es immer. Das ist menschlich. Wer um ein Uhr in der Nacht loszieht, um mit seinen Freunden in riesigen Sälen abzutanzen, gar über mehrere Tage, wer an LAN-Partys teilnimmt, wer im Internet jettet, wer die Sprayer-Sprache versteht, wer die Kleidersprache junger Erwachsener aus eigenem Erleben kennt und so die Zugehörigkeit zu den Gruppierungen ‚lesen’ kann, der erlebt und verinnerlicht bestimmte Arten von Grafiken, von Farbigkeiten, von Ausdrucksweisen und von Sinnzusammenhängen. Das ist es, was die Entwürfe von Gesellenstücken zeigen könnten.
Gesellenstücke erzählen über Entscheidungen
Wer ein Gesellenstück machen will, der muss Entscheidungen treffen und diese ggf. auch verteidigen. Im Prüfungsverfahren gewiss kein leichtes Unterfangen. Schon im alltäglichen Umtrieb nicht. Aus Verkaufsgesprächen ist es bekannt: Im Entscheidungsfall gehen viele Menschen auf ‚Nummer Sicher’. Will heißen, die Entscheidung fällt zugunsten gewohnter Konventionen und entsprechend der Meinung von anderen, gleichfalls in die Fragestellung eingebundener Menschen aus.
Begründet dies, warum Gesellenstücke zumeist so gar nichts haben von der bunten Lebewelt der jungen Menschen?
Gesellenstücke erzählen über Lebensgewohnheiten
Wird ein Tisch beispielsweise deshalb so ausgearbeitet, dass ihn auch die Großmutter akzeptiert? Dabei braucht die einen ganz anderen, weil sie anders lebt. Ihre tägliche Aufenthaltszeit in der Wohnung ist lang. Sie sitzt viel am Tisch, liest dort ihre Zeitung und Bücher, schaut von dort zum Fenster hinaus, trinkt an ihm Kaffee mit anderen Großmüttern. Wenn sie aufstehen, muss der Tisch so stabil sein, um sich an ihm abstützen zu können – ohne, dass dabei Kaffee verläppert. Der Tisch als zentraler Ort des Lebens. Für ihre Enkel mag dieser Tisch als Zentrum anders sein. An ihm arbeiten sie mit Laptop, spielen Karten mit Freunden, schieben alles zur Seite, um dann auf ihm Getränke und Speisen des spontanen Festes auszustellen. Und wenn der Tisch leicht genug wäre, dann wäre er schwupps in den Garten geschleift. Klappbar könnte er sein, mit Rädern, in Leichtbauweise, mit kleinen Unterbringungen für Spiel und Spaß auf, am und unter dem Tisch. Sicherlich ziehen sie mit dem Tisch noch dreimal um und garantiert muss er sich noch x-mal in andere Möbelumfelder integrieren. Wie kann sich solche Flexibilität im Tisch ausdrücken?
Ein anderes Möbel, an dem gewandelte Anforderungen ablesbar sind, ist das Bett. Wurde es vormals eigentlich nur genutzt für Schlafen und Kranksein, so ist es nun ein Wohnort. Auf ihm liegen, lümmeln, sitzen, kauern um zu lesen, fernsehen, telefonieren oder Kreuzworträtsel lösen. Was hat sich am Bett geändert? Nun, es hat andere Ablagen – idealerweise ortveränderbar bis hin zum über die Bettfläche schwenken –, anderen Stauraum, Teile der Matratze lassen sich hochklappen, eine flexibel handhabbare Beleuchtung wäre gut oder was noch den Komfort für junge Nutzer erhöht. Ältere Menschen, die gleichfalls auch gerne längere Zeit das Bett zum wachen Aufenthalt benutzen, wünschen sich dieses Möbel dann doch anders.
Das Bett aber, so kommt jetzt vielleicht der Einwand, ist als Gesellenstück gar nicht machbar, da größer als 1,25 m². Nun, es gibt Gesellenprüfungsausschüsse, die nutzen den ganzen Spielraum der Ausbildungsordnung. Auch für Konstruktionen und Bauteile gibt es genügend Spielraum. In ca. 80 Stunden allerdings muss das Stück gefertigt sein, denn in den darüber hinaus noch zur Verfügung stehenden 40 Stunden gilt es, die Zeichnung, den Ablaufplan und die Stückliste zu schreiben. Und an möglichen Themen ist alles denkbar, was heute in Schreinerbetrieben gefertigt wird: z. B. Behältnisse und Gestelle, Fens-ter, Türen, Tore, Verkleidungen, Treppen, Ausbauten von Fahrzeugen, Schiffen, Flugzeugen, Wohnmobilen, Läden, Restaurants – die zumeist gewählten Wohnthemen sind eine nicht mal notwendige Fokussierung.
Gesellenstücke erzählen über Vorlieben und Erfahrungen
Das Gesellenstück ist zu einem sehr persönlichen Stück geworden, nachdem sich einbürgerte, dass es schlussendlich privat verwendet wird. Noch vor Jahrzehnten ging es häufig in einen Kundenauftrag ein und war damit noch lange nicht so individualisiert wie heute. Konsequenterweise kann damit auch der Entwurf, also die Gestaltfindung, zum Ausdruck von persönlichen Vorlieben und Erfahrungen werden. Wer sein Frühstück im Stehen mag, der macht sich einen Stehfrühstücksplatz. Und wer ein Musikinstrument spielt, der kann sich für dieses Hobby ein spezielles Möbel fertigen – überhaupt sind Hobbys dank-bare Impulsgeber für Entwürfe. Sportarten, Sammelleidenschaften, Lesegewohnheiten – manches Möbel und Gesellenstück resultiert aus derart, recht ungewohnten Themen. Und je überlegter und ausgeprägter jemand seine Lebensgewohnheiten in seinen Entwurf einbringt, umso spannender wird das Gesellenstück. Nur wer nichts macht und nichts erleben will, dem bleibt nichts anderes als das Über-kommene.
Manch einer findet andere Ansätze für seinen Entwurf und bringt Erfahrungen von einer seiner Reisen ein. Ein ,Wochenschrank´ aus der Schweiz mit sieben Schubladen – zugeordnet für jeden Tag – wäre so ein ungewöhnlicher Möbeltyp. Oder Flächen mit Licht- und Luftöffnungen wie die Klappläden in Wüstengebieten, oder eine Gartenküche aus Ungarn – prägende Erlebnisse können in Gesellenstücken Gestalt annehmen. Und das macht einen gestaltenden Schreiner aus! Denkbar ist ja auch noch etwas anderes: jemand entwirft in der Formen-sprache eines gestalterischen Vorbildes. Wie der Geselle vor Jahren, der in einem Gebäude von Hundertwasser arbeitete und sich mit dieser Formen-sprache intensiv beschäftigte. Sich mit Vorbildern auseinandersetzen ist kein Fehler. Das klassische Verhältnis Meister – Lehrling baute erfolgreich auf diesem Wechselspiel auf. Und was sollte im Gestaltungsbereich anders sein, als dass man sich nicht zuerst mit Vorbildern – mit Meis-tern – beschäftigen sollte? Allerdings sollte die oberste Spiel-regel sein, dass ich mich zu meinen Vorbildern bekenne und sie im Entwurf benenne. Andernfalls ist es geistiger Diebstahl.
Rainer Gall
Formgebungsberater
Landesverband Holz+Kunststoff
Baden-Württemberg
Spannungsvoll
Das Steh- und Zeichenpult von Valentin Hartmann scheint auf dem Glasunterbau zu schweben – ist es geöffnet, wirken die Schubkästen wie flatternde Schwingen, die diesen Charakter nochmals betont. Gekennzeichnet wird dieses Gesellenstück durch die seitlich verschiebbaren Schubkästen, die sich ohne Korpus verschieben lassen. Dazu hat der Geselle innenliegende Schubkastenführungen aus Aluminium angefertigt, die auch die beiden Schubladen trennt. Da dieser Pult auch als Zeichenpult genutzt werden soll, ist die obere Platte in drei Stellungen zu öffnen. Fein gemacht ist dabei auch eine umlaufende Edelstahlleiste, die mit den Edelstahlgriffen und dem Glas das Gesellenstück zu einer Gesamteinheit verschmelzen.
Die Schubladenböden haben kleine Einfräsungen, in die jeweils Bunt- und Farbstifte eingelegt werden.
Ausbildungsbetrieb: Psychiatrisches Landeskrankenhaus, Weinsberg
BM-Fotos: Frank Herrmann
treppauf, treppab
Ein spannendes Gesellenstück entwarf und fertigte die kleine Gesellin Bettina Treinen mit ihrem Treppenschrank, der relativ hoch ist und unten drei Auszüge hat, die jeweils als Treppe genutzt werden können – so erreicht sie auch die oberen Fächer. In der Treppe selbst ist jeweils eine Klappe, so dass der Hohlraum auch nutzbar gemacht wurde. Oben ist auf der rechten Seite eine Tür, links ist eine Koffertür angeordnet. Zum Betätigen hat sie keine Griffe oder dergleichen eingesetzt, sondern die mittlere Zwischenwand einfach abgesetzt, so dass unten ein Loch entsteht, in dem sowohl die Tür als auch die Koffertür zu öffnen ist. Das gesamte Gesellenstück ist aus massivem Birnbaumholz, die Türen aus Drei-Schicht-Birnbaumholz hergestellt. Die Idee des Treppenschranks ist wirklich lobenswert, wenngleich die Beschläge für die Rollen noch feiner ausgearbeitet werden könnten. Das Gesellenstück nahm am baden-württembergischen Gestaltungswettbewerb teil.
Ausbildungsbetrieb: Adelbert Engst, 78462 Konstanz, Innung Konstanz
BM-Fotos: Frank Herrmann
Quadratische Augen
Der Utensilienschrank von Christian Bühler überzeugt durch die Front mit zwölf kleinen Glasausschnitten. Diese mit graublauen Gläsern versehenen, quadratischen Flächen wirken wie Augen. Das Schloss ist seitlich angeordnet, um die Frontgestaltung nicht zu stören und zu beein-flussen. Schön sind die eingeleimten und fein verarbeiteten Glashalteleisten.
Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Scheifele, Nellingen, Innung Geislingen
BM-Fotos: Frank Herrmann
Lässig überkragend
Ein interessantes, nicht alltägliches Sideboard konzipierte Lilli Striffler, wobei der obere, rechte Korpus über das Stück hinauskragt und mit einer Klappe verschlossen ist. Darunter befindet sich ein Schubkasten, der mit einem satinierten Glas abgedeckt ist und in den eine Beleuchtung integriert wurde. Die Beleuchtung dient ausschließlich zur Betonung des Gesellenstückes, das auch frei im Raum aufgestellt werden kann.
Ausbildungsbetrieb: Ursula Maier Werkstätte, Markgröningen, Innung Stuttgart
BM-Foto: Frank Herrmann
Schuhbox
Eine dreieckige Granitplatte ist scheinbar freischwebend an der Wand befestigt und durchdringt zwei Korpusse aus Birnbaum. Das Gesellenstück aus Birnbaum – ein Herrenschuhschränkchen von Raimund Grimrath – ist interessant gemacht und witzig. Der linke Teil inklusive der Granitplatte lässt sich um 180 Grad öffnen. Innen erscheinen dann fünf Ablagefächer, die jeweils für einen Schuh gedacht sind. Dazu hat der Geselle die Böden mit geriffeltem Edelstahl belegt. Eine integrierte Schublade nimmt die Putzmittel auf.
Das Gesellenstück nahm am baden-württembergischen Gestaltungswettbewerb teil.
Ausbildungsbetrieb: Christian Kleinheinz, 73773 Aichwald, Innung Esslingen
BM-Fotos: Frank Herrmann
Schmuckes Stück
Nicht die Größe ist entscheidend, dachte sich auch Dominik Garske aus Hagen und fertigte eine Schmuckschatulle aus Ebenholz und Ahorn. Das sehr feine, kleine Gesellenstück zur Aufbewahrung von Schmuck zeigt beim Öffnen ein interessantes Innenleben: Eine Vielzahl von Fächern und Ringhaltern, die mit Ziegenleder ausgelegt sind. Die durchgängig filigrane Gestaltung bis hin zu den Minizinken überzeugen. Ebenso der selbst entwickelte Beschlag, der das Öffnen des Kästchens mit einer Hand ermöglicht.
Das Gesellenstück wurde mit dem 1. Preis der Landesentscheidung Niedersachsen/Bremen ausgezeichnet.
Ausbildungsbetrieb: Firma Franz-Josef Schniederbernd, Hagen a.T.W., Innung Osnabrück Land
Kleinlaut
Das Hi-Fi-Rack von Andreas Graf überzeugt durch seinen schlichten Rahmen, den der Geselle mit vielen Querleisten miteinander verbunden hat. Oben drauf liegt eine satinierte Glasplatte, die ein schönes, durchscheinendes Licht ergibt. In großem Abstand hängt der Korpus darunter, so dass in den Zwischenraum die Hi-Fi-Geräte eingestellt werden können. Hinter einer Klappe – als Rahmentür mit satiniertem Glas konzipiert – sind ein Schubladen und ein Auszug für CDs angeordnet.
Die Aufnahme der CDs ist ganz in Holz gestaltet, wobei die CDs einfach in die vielen Rundnuten des massiven Bodens eingestellt werden.
Das Gesellenstück nahm am baden-württembergischen Gestaltungswett-bewerb teil.
Ausbildungsbetrieb: Fa. Westermann GmbH & Co. KG, 73770 Denkendorf, Innung Esslingen
BM-Fotos: Frank Herrmann
Ausgestreckt
Das langgestreckte Sideboard von Timo Fehling besteht aus zwei Korpussen, die über ein beleuchtetes Zwischenstück aus Milchglas verbunden sind. Durch das Einbringen vieler, feiner Nuten und dem längs angeordnetenFurnier wird die Horizontale betont und verstärkt. Dieses Gestaltungskonzept – das dem Gesellenstück den Charakter verleiht – wurde auch bei dem Schubkastendoppel im Schrankinneren konsequent weitergeführt.
Ausbildungsbetrieb: Neumayer & Feller, Ettlingen
BM-Fotos: Frank Herrmann
Pferdestärke
Die Hobbyreiterin Heike Lanz fertigte einen attraktiven Schrank aus gebürsteter Eiche, in dem die Reitutensilien sinnvoll untergebracht werden können. Das Gesellenstück überzeugt durch eine gelungene, schöne Aufteilung. Der vordere Bereich ist als Kleiderschrank konzipiert und hat unten Roste, auf denen die Reiterstiefel abgestellt werden können. Eine typische Klöntür – also eine zweigeteilte Tür – erinnert an Stalltüren und wird ebenfalls mit sehr einfachen Verschlüssen verschlossen: Ein Schieberiegel, der in den außenliegenden Alurahmen eingreift.
Der gesamte Schrank steht auf Rollen und lässt sich frei im Raum bewegen. Die Rollen sind auch erforderlich, um die rückwärtigen Schrankteile drehen und öffnen zu können. Der Innenraum dieser zwei Schränke ist mit verschiedenen Einteilungen für Akten, Bücher und Utensilien vorbereitet.
Das Gesellenstück nahm beim baden-württembergischen Landeswettbewerb „Gestaltete Gesellenstücke“ teil.
Ausbildungsbetrieb: Wilfried Rösch, 73337 Bad Überkingen, Innung Geislingen
BM-Fotos: Frank Herrmann
Durchlüftet
Einen Wäscheschrank aus natürlichen Materialien, wie massiver Erle und ungeschälter Weide, entwarf Anja Buchner als Gesellenstück. Diese Konsequenz spiegelt sich in der Bauweise des Möbels wider. Der Korpus wurde in Brettbauweise mit halbverdeckten Zinken verbunden. Die festen Zwischenböden wurden mit Gratverbindungen versehen. Die Schubladen sind offen bzw. halbverdeckt gezinkt und haben massive Böden. Diese Weidefüllung ist luftdurchlässig und ergänzt sehr schön den warmen Holzton der Erle. Die Rückwandgestaltung des Wäscheschrankes ist identisch mit der Tür und so kann das Möbel auch als Raumteiler genutzt werden.
Anja Buchner erreichte mit ihrem Wäscheschrank beim Innungswettbewerb „Gute Form“ der Schreinerinnung Oberland den 3. Preis.
Foto: Wolfgang Pulfer
Unter Strom
Einen Notenschrank aus Kirschbaum entwarf Pascal Roß. In seiner Formensprache nimmt sich der Korpus zur Unterbringung von Noten ganz zurück und überlässt die visuelle Wirkung den Stiften, auf denen das Notenpult aufgesteckt und in drei verschiedenen Höhen positioniert werden kann. Des Weiteren leiten die Stifte den Strom für die Halogenbeleuchtung. Die Landesjury Baden-Württemberg vergab für das Möbel eine Erwähnung.
Ausbildungsbetrieb: Feurer, Albstadt-Trochtelfingen, Innung Zollern-Alb
BM-Fotos: Frank Herrmann
Vergittert
Der Wäscheschrank aus massivem Kirschbaumholz von Rebecca Abt erinnert an die Robustheit antiker Möbel. Die Tür hat einen offenen Ausschnitt, der mit drei Stahl-Flacheisen vergittert ist und so wie die Basssaiten eines Instrumentes wirkt. Ein tolles, wenn auch nicht neues Detail: Fachböden bzw. Schubkasten sind in Keil-nuten gelagert bzw. geführt und sind so höhenvariabel. Leider korrespondiert die Griffmulde des Schubkasten nicht mit der sonst klaren Linienführung des Möbels.
Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Kiedeisch, Kirchheim/Teck
BM-Fotos: Frank Herrmann
Feine Details
Ein Schubkastenschränkchen mit nicht alltäglichen Details entwarf und fertigte Benjamin Löw. Der Korpus aus massivem Kirschbaumholz nimmt fünf Schubladen auf und steht auf einem Betonsockel. Die Besonderheit dieses Möbels ist eine dreiseitig umlaufende Edelstahlleiste an jeder Schublade, die sowohl als Griff und als Führung der Schubladen dient. Die Führung im Korpus übernimmt ein Corianprofil in Schwalbenschwanzform. Mit derart sichtbar belassenen aber auch gestalteten, konstruktiven Details begründet sich die in diesem Schränkchen zum Ausdruck kommende moderne Handwerklichkeit. Die Landesjury Baden-Württemberg vergab für dieses Möbel eine Auszeichnung.
Ausbildungsbetrieb: Neumayer & Feller, Ettlingen, Innung Karlsruhe
BM-Fotos: Frank Herrmann
Konventionell
Beim ersten Hinschauen wirkt das Telefonschränkchen aus massivem Ahorn und Rüster von Andreas Ahorn eher einfach und konventionell. Überzeugen kann das Gesellenstück mit einer ansprechenden Rahmenkonstruktion, die als Seiten und Trageteile fungieren – hier wurden die zwei Korpusse eingehängt.
Statt einem Schloss hat der junge Geselle eine Verriegelung des Schubkastens gewählt, die vom unteren Boden betätigt wird.
Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Reiner Bauer, Süßen
BM-Fotos: Frank Herrmann
Schlicht und pfiffig
Der massive Esstisch von Thomas Kretz überzeugt einerseits durch seine Schlichtheit, andererseits durch ein pfiffiges Detail: in der Mitte der Tischplatte ist eine schwarzgraue Granitsteinplatte eingelassen. Über einen kleinen, selbstkonzipierten Exzenterbeschlag aus Aluminium kann diese Steinplatte um rund 2 – 3 mm angehoben werden. So können heiße Topfböden oder Schüsseln der Eichenoberfläche nichts anhaben. Füße und Zargen sind aus geräucherter Eiche, die Tischplatte selber aus Eiche. An beiden Tischenden ist je eine kleine Schublade angeordnet, die auch als Tablett zu nutzen sind. Dieses Gesellenstück erhielt beim Gestaltungswettbewerb auf Innungsebeneeine Anerkennung.
Ausbildungsbetrieb: Kopf GmbH, Stuttgart
BM-Fotos: Frank Herrmann
Eingepflockt
Ein nicht alltägliches Objektmöbel konzipierte Felix Bühler als Gesellenstück. Der schlichte Korpus aus Birnbaum ist in vier alten Eichenschwellen integriert und bildet somit einen Gegensatz von rustikal und fein. Der Korpus hat oben drei Schubkästen, darunter eine Tür. Schön ausgebildet sind die Griffe an diesem Möbel. Das Gesellenstück nahm beim Gestaltungswettbewerb Baden-Württemberg teil.
Ausbildungsbetrieb: Zimmerei Lettner, 89155 Erbach, Innung Ulm
BM-Foto: Frank Herrmann
Wie man sich bettet …
Ein Bett aus massivem Birnbaumholz konzipierte Andreas Brämer. Ein stabiler Rahmen aus Birnbaumholz umfasst schützend die Matratzen. Im Kopfbereich trägt er links wie rechts einen Korpus. Diese Behältnisse lassen sich nach vorne schieben und kommen damit in den kommoden Greifbereich aus dem Liegen heraus. Die Inneneinteilung der Korpusse ist überaus filigran gefertigt, so dass kleine Gegenstände übersichtlich untergebracht werden können. Die Landesjury Baden-Württemberg vergab für das Möbel eine Erwähnung.
Ausbildungsbetrieb: Heizmann, Merzhausen, Innung Freiburg
BM-Fotos: Frank Herrmann
Quer gestreift
Das Telefonpult von Heiko Kurz setzt mit dem quer angeordneten Furnierbild einen netten Akzent und unterstützt die kubische Form des Möbels. Die seitlich und vorne überstehende Ablageplatte – ein gern eingesetztes Detail – durchkreuzt die klare Linie ein bisschen. Die Türe und der Schubkastendoppel sind auf Gehrung einschlagend gearbeitet und unter-brechen somit nicht das umlaufende Furnierbild. Ausbildungsbetrieb: Wilfried Rösch, UnterböhringenBM-Fotos: Frank Herrmann

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