Eclisse feiert 30-jähriges Jubiläum und stellt sein neues Stammwerk vor

Funktion prägt Ästhetik

Das italienische Unternehmen Eclisse hat sich einen Namen mit montagefertigen Innenwand-Schiebetürkästen für Trockenbau- und Massivwände gemacht. Nach 30 Jahren am Markt wurden mit dem Neubau des Stammwerkes die Weichen für die Zukunft gestellt. BM war vor Ort und durfte hinter die Kulissen der Patentschmiede blicken.

BM-Redakteur Stefan Kirchner

Der Spezialist in der Herstellung von Innenwand-Schiebetürsystemen Eclisse, der sich über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat und weltweit zu den Branchenführern zählt. Heute fertigt das Unternehmen mit 160 Facharbeitern in der täglichen Produktion ca. 3400 Systemkästen und Drehflügeltürzargen mithilfe modernster Produktionsanlagen. Jährlich sind das über 320 000 Systemkästen. Mit weltweit zehn Tochtergesellschaften, mehr als 30 Vertretungsagenturen und Showrooms in München, London, Prag, Bukarest, Banská Bystrica und Mailand zeigt Eclisse auf dem internationalen Parkett Flagge. Weltweit liefert das Unternehmen in mehr als 50 Länder mit einem Exportanteil von rund 50 %. Für den deutschen Markt wurde vor einigen Jahren die Eclisse Deutschland GmbH mit Sitz in Darmstadt gegründet. Eclisse erwirtschaftete in 2018 einen Umsatz von insgesamt 92 Mio. Euro.

Komplett neues Stammwerk errichtet

Mit dem jüngsten Neubau des Stammwerks in Pieve di Soligo, Italien hat Eclisse-Firmengründer Luigi De Faveri die Weichen für die Zukunft gestellt. Und: Die Finanzierung von ca. 24 Mio. Euro dazu stammt, wie er betont, komplett aus Eigenmitteln. Das neue Werk steht kurz vor der Fertigstellung, doch schon jetzt sind fast alle Produktionsstraßen in Betrieb. Der Maschinenpark sowie die Produktionslinien wurden beträchtlich erweitert. Insgesamt sind heute etwa 400 effiziente Maschinenanlagen im Einsatz – auf einer Gesamtfläche von über 34 000 m². „Unsere Zukunft hat bereits vor zwei Jahren begonnen“, so Luigi De Faveri. „Damals starteten wir die Umstellung aller Produktionsprozesse und Maschinenanlagen für den Übergang auf Industrie 4.0. Wir haben große Investitionen in die Entwicklung modernster Spezialanlagen getätigt. Nun sind wir für die Digitalisierung bestens gerüstet.“ Durch die neue Fertigung kann das Unternehmen eine Produktionssteigerung von 40 % erzielen.

Produktideen werden zu Patenten

Im Laufe der Zeit sind weit über 40 Patente durch Luigi De Faveri entstanden. Da wäre z. B. die Riffelung des Putzträgernetzes, die dem Maurer das Verputzen erleichtert. Eclisse ist laut eigenen Angaben der einzige Hersteller, der serienmäßig Innenwand-Schiebetürkästen für Massivwände mit diesem speziellen Putzträgernetz aus geripptem Draht anbietet.

Schiebtürkästen auf dem Vormarsch

Die Akzeptanz von Innenwand-Schiebetürsystemen richtet sich von Süden immer mehr in den Norden aus. Der Verkauf erfolgt ausschließlich über den Fachhandel und Objekteure. Auch immer mehr Architekten planen in ihren Grundrissen Schiebetürsystem ein, die in die Wand laufen, um damit Platz zu sparen und der immer knapperen Wohnungssituation gerecht zu werden. Dabei sind rund 80 % der verbauten Kästen von Eclisse, für den Trockenbau bestimmt.

Schiebetürkastensystem Unico

Bei dem Einbauelement Unico werden alle stärker belasteten Verbindungen sicher verschraubt, doch die stabilen Querprofile, die das „Rückgrat“ der Wandtasche bilden, werden am Rahmen eingesteckt, wo sie sicher einrasten. Bei der Ausführung „Vormontiert“ muss auf der Baustelle lediglich noch das Anschlagprofil und die Laufschieneneinheit montiert werden. Die vertikalen Profile mit verstärkter Doppelfalz zeichnen sich nicht nur durch hohe Stabilität aus, sondern dienen ebenso dem Schreinergewerk als Montagegrundlage für die Verkleidung. Die freigelagerten Putzträgernetze stehen dabei über, damit der Wandanschluss besser verputzt werden kann und keine Risse entstehen. Die auch nach Wandschluss ausbaubare Laufschiene gewährt dem Verarbeiter als auch dem Endkunden viel Komfort. Sie kann dadurch auch nachträglich mit Komfortzubehör wie z. B. Einzugsdämpfer, der aus einer Kombination aus Hydraulik und Mechanik besteht, ausgestattet werden. Das Schiebetürkastensystem Unico ist für Umfassungszargen vorgesehen. Ganz neu ist die Schallschutz-Schiebetür Akustik 38. Entscheidend für die Schalldämmung von 38 dB ist das aus verschiedenen Dichtungen und Magnethalterungen bestehende Schallschutzset. Beim Schließen der Tür werden die umlaufenden Dichtungen entlang des Türblattes so positioniert, dass sie Schlitze und Hohlräume zwischen Türblatt und Zarge abdichten.

Syntesis-Familie: Zargenlos und raumhoch

Das Schiebetürmodell Syntesis ermöglicht die flächenbündige, also wandbündige Gestaltung ohne die aufwendige Montage von Türlaibungen. Das Element ist werkseitig mit einer stranggepressten Putzkante aus Aluminium ausgestattet, die den Belastungen im Türdurchgang dauerhaft widerstehen kann. Nach dem Verputzen wird das Einbauelement bis zum Türblatt Teil der Wand. Auf Wunsch können diese Elemente auch als raumhohe und sturzfreie Ausführungen geliefert werden.

Schiebetüren mit Motorantrieb

In Kooperation mit der Firma Dormakaba lassen sich die Schiebetürsysteme auch mit einem Dormakaba-Motorantrieb CS 80 ausstatten. Der automatische Schiebetürantrieb ist geräuscharm und eignet sich für Ein- und Zweiflügelige Schiebetürkästen. Die kombinierte Einheit aus Linearmotor (Magnetmotor) und Laufschiene erleichtert die Installation vor Ort nach Fertigstellung der Wände. Die Öffnung kann vollautomatisch per Bewegungsmelder, per Hand oder durch Taster erfolgen, auch eine permanente Öffnung der Tür ist möglich.

Portalähnliche Anmutung

Momentan wird das neue Drehflügeltürsystem 40 auf den italienische Markt eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine neue flächenbündige Zargenlösung, die dreiseitig trichterförmig zum Türblatt beziehungsweise zum Durchgang führt. Das Design lädt formlich dazu ein, durch die Tür zu schreiten. Die Zarge besteht aus Aluminium und kann mit einer Pulverbeschichtung in zahlreichen Farbtönen versehen werden. Zudem ist die Tür mit verdeckt liegenden Türbändern und einem Magnetschloss ausgestattet. Eventuell wird das neue Zargensystem Ende 2019 auf dem deutschen und österreichischen Markt erscheinen.

Eclisse Deutschland GmbH

64293 Darmstadt

www.eclisse.de

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