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Für den samtigen, „bremsenden“ Griff

Adler zeigt, wie natürliche Oberflächen mit Ölen gelingen
Für den samtigen, „bremsenden“ Griff

Authentische Materialien, umweltfreundliche Verarbeitung: Der Trend zur Natürlichkeit dominiert im Möbel- und Einrichtungsbereich. Viele Holzverarbeiter greifen für die Oberflächenveredelung daher gerne zu Ölen und Wachsen. Dafür gibt es ein vielfältiges und leistungsfähiges Produktsortiment.

Anders als Lacke bilden Öle keinen Schutzfilm an der Oberfläche, sondern dringen tief in das Holz ein. Das Öl versiegelt die Poren und schützt das Holz dadurch vor Verschmutzung und eindringende Feuchtigkeit. Ein Austrocknen des Holzes wird verhindert, das Holz bleibt atmungsaktiv und diffusionsoffen. Gleichzeitig sorgt das Öl für die charakteristische Anfeuerung: Die natürliche Maserung tritt stärker hervor, die Holzfarbe wird betont, die Oberfläche wirkt seidenmatt und hat einen samtigen, „bremsenden“ Griff.

Anders als Öle dringen Möbelwachse nicht vollständig in das Holz ein, sondern legen sich als dünner Film auf die Oberfläche. Dadurch bieten sie etwas höheren Schutz und sind stärker flüssigkeitsabweisend. Außerdem verändert sich die Optik des Holzes: Während geölte Flächen in der Regel stumpfmatt sind, kann man dem Wachs durch Nachpolieren einen seidigen Glanz verleihen.

Kratzer unkompliziert ausschleifen

Durch den fehlenden Oberflächenfilm besitzen Öle eine geringere Beständigkeit als lackierte Flächen – vor allem gegen mechanische Belastungen. Doch dieser vermeintliche Schwachpunkt ist gleichzeitig einer der Vorteile von Ölen: Während Schäden in einer lackierten Fläche nur schwer auszubessern sind, lassen sich kleine Kratzer an geölten Möbelstücken unkompliziert ausschleifen. Auch unabhängig von Beschädigungen ist eine regelmäßige Reinigung und Auffrischung geölter Flächen wichtig. Anbieter wie z. B. der österreichische Hersteller Adler bieten dafür spezielle Pflegesets, mit denen geölte Flächen schonend gereinigt und anschließend nachgeölt werden können.

Der Weg zur perfekt geölten Oberfläche

Wie bei jeder anderen Beschichtung gilt auch bei Ölen: Nicht nur die hohe Qualität der verwendeten Produkte ist entscheidend, sondern auch die richtige Verarbeitung. Doch wie gelingt es nun, eine geölte Oberfläche in optimaler Qualität herzustellen? Beachten Sie hierzu auch die Fotostrecke:

Im ersten Arbeitsschritt wird das Holz angeschliffen. Da das Öl nicht auf dem Holz aufliegt, verwendet man für den Schliff eine feine Körnung von 180–240. Anschließend wird der Schleifstaub gründlich entfernt. Wenn das Holz trocken, fett- und staubfrei ist, kann das Öl aufgetragen werden. Mit Pinsel, Rolle oder einem fusselfreien Tuch – alternativ auch, bei großen Flächen, mit dem Spritzgerät – wird das Öl dünn aufgetragen. Eine besonders schöne Oberfläche erzielt man, wenn das Öl anschließend mit einem feinen Schleifvlies in kreisförmigen Bewegungen in das Holz eingearbeitet wird.

Nach einer kurzen Einwirkzeit von ca. fünf Minuten muss der Überschuss – am besten wieder mit einem fusselfreien Baumwolltuch – in Faserrichtung sorgfältig abgetragen werden, bis keine glänzenden Stellen mehr zu sehen sind. Nach der erforderlichen Zwischentrocknungszeit, die von Produkt zu Produkt variiert, erhält die Oberfläche einen Glättschliff in Faserrichtung mit einer sehr feinen Körnung von 280–360, der Schleifstaub wird anschließend sorgfältig entfernt. Danach kann die zweite Schicht Öl aufgetragen werden. Das Öl wird wiederum in das Holz eingearbeitet und der Überschuss abgetragen. Nach einer nochmaligen Trockenzeit ist die geölte Fläche fertig und kann weiterverarbeitet werden. Voll belastbar ist die Oberfläche allerdings erst nach ca. sieben Tagen.

Vorsicht mit zusammengeknüllten Lappen

Nicht weniger wichtig als der richtige Auftrag des Öls ist die Beachtung der Sicherheitsregeln: Die meisten Öle reagieren beim Trocknen mit Sauerstoff und setzen dabei Wärme frei. Staut sich diese Wärme z. B. in einem zusammengeknüllten Lappen, kann es zur Selbstentzündung kommen – eine enorme Gefahrenquelle für jeden holzverarbeitenden Betrieb. Daher gilt zur Sicherheit immer: Ölgetränkte Tücher, Polierpads oder Filtermatten müssen nach Gebrauch entweder ausgebreitet und am besten an der frischen Luft getrocknet oder – eventuell mit Wasser getränkt – in einem dicht verschlossenen Metallbehälter aufbewahrt und anschießend korrekt entsorgt werden.

Öl oder Lack?

Für welche Anwendungsbereich ist Ölen empfehlenswert, wo ist Lack die bessere Wahl? Ein Patentrezept gibt es dafür nicht: Moderne Möbelöle sind zwar robust, reichen aber dennoch nicht an die Beständigkeit eines Lacks heran; und auch wenn manche Möbellacke eine äußerst natürliche Optik besitzen, können sie den samtigen Griff und die elegante Anfeuerung eines Öls nicht vollständig ersetzen. Einen Ausweg aus diesem Dilemma versprechen innovative neue Produkte wie das Legno Dura-Öl von Adler (siehe Seite 29): Anders als die meisten Öle bildet es einen dünnen Film an der Oberfläche, dessen Widerstandsfähigkeit der eines modernen Möbellacks entspricht. Gleichzeitig verändert sich die Verarbeitung des Öls: Das Auswischen nach dem Auftrag entfällt, dadurch können auch große Flächen im Spritzauftrag oder mit Pinsel und Rolle sehr effizient und zeitsparend beschichtet werden.

Holzverarbeitern steht heute ein nicht nur leistungsfähiges, sondern vor allem auch vielfältiges Sortiment an Ölen zur Verfügung. Der österreichische Lackhersteller Adler bietet spezielle Öle für unterschiedliche Holzarten, so z.B. das Legno-Zirbenöl. Öle für den Innen- wie für den Außenbereich, für spezifische Anwendungsbereiche wie etwa das Legno-Parkettöl, Öle für verschiedene Applikationsarten bis hin zu Walzölen und UV-härtenden Ölen für die industrielle Verarbeitung. Dazu gibt es stärker und schwächer anfeuernde Produkte oder das pigmentierte Öl Legno-Color. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt liegt im Bereich der Anwenderfreundlichkeit und Effizienz, insbesondere was die Trocknung betrifft: Das universelle Legno-Öl ermöglicht mit einer Zwischentrocknungszeit von vier Stunden zwei Aufträge am selben Arbeitstag.

Natürliche Produkte

Bei den meisten gängigen Holzölen handelt es sich um modifizierte Öle, die u. a. durch ihre Anwendungsfreundlichkeit und rasche Trocknung punkten. Daneben gibt es auch natürliche Öle, die z. B. auf Basis von Leinöl hergestellt werden. Eine Besonderheit ist das neue Legno Aqua-Öl von Adler (siehe Seite 29): Das Öl wird zu mehr als 85 % aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, ist frei von Lösemitteln und dadurch äußerst geruchsarm. Dadurch eignet es sich sehr gut für die Verarbeitung im Wohnbereich und auch für die Beschichtung von Möbelinnenräumen. Darüber hinaus ist das neue Produkt mit dem Nachhaltigkeitssiegel Cradle to Cradle und dem österreichischen Umweltzeichen zertifiziert – damit garantiert es Natürlichkeit nicht nur an der Oberfläche, sondern durch und durch. (ra)

Adler-Werk Lackfabrik

6130 Schwaz, Österreich

www.adler-lacke.com


Wandvertäfelungen und andere schwach beanspruchte Oberflächen erhalten mit Legno Aqua-Öl einen natürlichen, wohngesunden Schutz.
Foto: Adler

Legno Aqua-Öl mit Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichnet

Zu 85 % aus nachwachsenden Rohstoffen

Mit dem neuen Legno Aqua-Öl bietet der österreichische Lackhersteller Adler umweltbewussten Holzverarbeitern eine attraktive Alternative zu lösemittelhaltigen Produkten. Das wasserbasierte Öl wird zu mehr als 85 % aus nachwachsenden, natürlichen Rohstoffen hergestellt. Legno Aqua-Öl ist gänzlich frei von aromatischen Lösemitteln und Weichmachern und damit das optimale Produkt für wohngesunde Holzveredelung im Innenbereich: Wand- und Deckenelemente und andere schwach beanspruchte Flächen im Wohnbereich erhalten mit dem ökologischen Holzöl natürlichen Schutz. Eine höhere Widerstandsfähigkeit lässt sich bei zweikomponentiger Verarbeitung erzielen: Nach Zugabe des Aqua-PUR-Härters im Verhältnis 7 : 100 kann Legno Aqua-Öl auch für normal beanspruchte Möbeloberflächen verwendet werden. Auch Möbelinnenräume können mit dem Öl beschichtet werden, denn das wasserbasierte Produkt ist äußerst geruchsarm. Darüber hinaus eignet sich das Produkt auch optimal für die Beschichtung von Altholz.

Das Holzöl wurde sowohl mit dem österreichischen Umweltzeichen als auch mit dem begehrten Nachhaltigkeitssiegel „Cradle to Cradle“ ausgezeichnet. Diese Natürlichkeit sieht man dem innovativen Produkt auch an: Das Holz wirkt durch die sehr geringe Anfeuerung und die matte Optik wie unbehandelt und bewahrt seine authentische Schönheit. So wirken Holzoberflächen auch nach Jahren noch wie frisch aus dem Wald.


Natürlich wie ein Öl, robust wie ein Möbellack: Legno Dura-Öl eignet sich auch für stark beanspruchte Flächen wie Tischplatten.
Foto: Adler
Aufgrund seiner Rutsch- und Kratzfestigkeit ist das Legno Dura-Öl auch optimal für Holztreppen und Parkettböden geeignet.
Foto: Treppenbau.ch AG

Legno Dura-Öl vereint das Beste aus zwei Welten

Natürlicher Look, verlässlicher Schutz

Die matte Optik und der samtige Griff einer geölten Oberfläche? Oder doch lieber die Widerstandsfähigkeit eines Lacks? Bislang mussten sich Holzverarbeiter zwischen diesen beiden Möglichkeiten entscheiden. Der österreichische Lackhersteller Adler bietet nun ein Produkt, das beides kann: Das Legno Dura-Öl vereint das Beste aus den zwei Welten der Lacke und Öle.

Es sieht aus wie geölt und fühlt sich auch so an: samtig weich, tiefmatt, mit eleganter Porenzeichnung und schöner Anfeuerung. Doch während geölte Oberflächen ansonsten keinen Kratzer, keinen Kaffee- oder Rotweinfleck verzeihen, können diese alltäglichen Gebrauchsspuren dem innovativen Öl nichts anhaben: Mit seiner sehr hohen chemischen und mechanischen Beständigkeit steht es einem modernen Möbellack in nichts nach und eignet sich auch für Bereiche, in denen andere Öle an ihre Grenzen stoßen, etwa für Tischplatten, Küchenfronten und andere stark beanspruchte Flächen. Auch für Parkettböden und Treppen ist das Holzöl geeignet, weil es eine hohe Rutschfestigkeitsklasse aufweist.

Ein weiterer Vorteil: Durch seine besondere Rezeptur ist das Öl sehr effizient in der Verarbeitung: Das mühsame händische Auswischen des Öls entfällt – zwei Aufträge mit einem leichten Glättschliff dazwischen genügen. Damit lässt sich das Öl auch effizient im Spritzauftrag verarbeiten. Und durch die rasche Trocknung sind sogar zwei Aufträge am selben Tag möglich.



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