Neue PSA-Verordnung der EU ist jetzt anzuwenden. Einstufung nach Risiko - BM online

Neue PSA-Verordnung der EU ist jetzt anzuwenden

Einstufung nach Risiko

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Keine Ladenhüter: Produkte, die der alten PSA-Richtlinie entsprechen, können auch nach April 2018 noch bedenkenlos im Technischen Handel eingekauft werden. (Symbolbild) Foto: Fotolia, Christian Schwier
Seit 21. April 2018 ist die im vergangenen Jahr in Kraft getretene PSA-Verordnung der Europäischen Union verbindlich anzuwenden. Sie stellt die wichtigste rechtliche Neuerung der vergangenen Jahre im Bereich des Arbeitsschutzes bzw. der Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) dar.

Die Regelung mit der offiziellen Bezeichnung „Verordnung (EU) 2016/425 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 über Persönliche Schutzausrüstungen und zur Aufhebung der Richtlinie 89/686/EWG“ löst die zuvor geltende europäische PSA-Richtlinie aus dem Jahr 1989 ab. Die wichtigsten Änderungen:

PSA-Produkte unterliegen zukünftig einer risikobasierten Einstufung. Zwar gibt es auch weiterhin drei Kategorien, denen unterschiedliche Prüfanforderungen zugeordnet sind. Neu ist jetzt jedoch, dass Produkte wie Gehörschutz, Rettungswesten oder PSA gegen Schnittverletzungen durch handgeführte Sägen zur Kategorie III zählen. Damit unterliegen diese Produkte fortan der Produktionskontrolle durch eine Notifizierungsstelle. Wichtiger aber dürfte für Tischler, Schreiner und Fensterbauer eine Vorschrift sein, auf die der Fachhandel hinweist: „Betriebe, die diese Produkte anwenden, müssen eine praktische Unterweisung ihrer Mitarbeiter durchführen“, sagt Nadine Lorenz vom VTH Verband Technischer Handel e.V. Sie rät, die Schutzausrüstung für die Holzverarbeitung von stationären Händlern zu beziehen, die entsprechend beraten können und Schulungserfahrung haben. Von Internetkäufen ohne Fachberatung sei abzuraten.

Produkte aus dem Fachhandel

Gibt es eine Übergangsfrist für Arbeitsschutzprodukte, die gemäß den Anforderungen der alten PSA-Richtlinie hergestellt wurden? Ja, denn bis zum 20. April 2019 können diese Produkte noch in Verkehr gebracht werden, das heißt von Herstellern erstmalig auf dem Markt der Europäischen Union bereitgestellt werden. Thomas Vierhaus, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VTH Verband Technischer Handel e. V., erklärt dazu: „Diese Produkte können auch nach dem 20. April 2019 weiterhin unbedenklich verkauft, gekauft und eingesetzt werden, solange diese allen rechtlichen und technischen Anforderungen an Technik und Sicherheit entsprechen. Im Fachhandel braucht kein Käufer zu befürchten, ein mittel- oder langfristig nicht voll einsatzfähiges Produkt zu erstehen.“

Tipp: Der seit 1904 bestehende VTH listet in seinem Mitgliederverzeichnis rund 280 Großhändler im D-A-CH-Gebiet, die mit der neuen PSA-Regelung vertraut sind (PLZ-Suche auf www.vth-verband.de, Rubrik „VTH im Überblick“). (ra/Quelle: VTH)

www.arbeitsschutzfachhandel.de

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