Montage-Dienstleister HeldA etabliert sich zusehends am Markt. Auf Wachstumskurs - BM online

Montage-Dienstleister HeldA etabliert sich zusehends am Markt

Auf Wachstumskurs

Seit mittlerweile zwei Jahren ist der Fenstermontagebetrieb HeldA aus Monheim am Rhein im deutschen Markt tätig. Die anfänglich große Skepsis anderer Montagebetriebe und Fensterbauer ist gewichen, wesentlich differenzierter sehen Wettbewerber und Partner den überregionalen Dienstleister heute.

Rainer Hardtke

HeldA selbst bezeichnet sich als ersten überregionalen Dienstleister in der Montage von Fenstern, Türen und Fassaden. Dabei hat das Unternehmen an sich selbst den Anspruch, nicht mit austauschbaren Subunternehmern punktuell und situativ zu konkurrieren, sondern sich längerfristig als eigenständiges Montageunternehmen und verlässlicher Partner am Markt zu etablieren. Das scheint sich im Markt herumgesprochen zu haben: Anfangs noch mit großer Skepsis betrachtet und von Fensterbau-Unternehmen als neuer Wettbewerb beargwöhnt, steigt der Umsatz kontinuierlich. Geschäftsführer Peter Luft: „Im vergangenen Jahr haben wir unseren Netto-Montageumsatz von 1,6 Mio. Euro in 2016 auf 4,2 Mio. Euro gesteigert. In diesem Jahr werden wir unseren Umsatz wieder verdoppeln.“ Das mag als Ergebnis guter Geschäftstätigkeit gewertet werden oder einfach als Zeichen, dass es durchaus hohe Nachfragen nach Dienstleistungen dieser Art am Markt gibt.

Was macht das Unternehmen eigentlich?

Im Kern montiert HeldA als Dienstleister Fenster, Türen und Aluminium-/Glasfassaden in mittleren und großen Objekten – nicht für private Auftraggeber im „Häuslebau“. Oft sind dies Auftragsspitzen, die der Besteller nicht alleine realisieren kann und deshalb einen Subunternehmer benötigt. Der Dienstleister stellt dazu erfahrene Monteure mit eigenen Fahrzeugen und Werkzeugen bereit. Montiert wird nach RAL-Vorgaben, auf Qualität wird besonderer Wert gelegt. „Nur so können wir selbst 5 bis 5,5 Jahre Gewährleistung nach VOB übernehmen“, sagt Peter Luft.

Sind kundenspezifische Techniken nötig, erfolgt eine individuelle Einarbeitung der Monteure vor dem Einsatz. Zur effizienten Einsatzplanung stimmen sich die Monteure eng mit dem Auftraggeber ab, um Steh- und Ausfallzeiten zu vermeiden. Das Unternehmen kümmert sich selbstständig um die Unterbringung und Organisation der Monteure sowie die Dokumentation des Baufortschritts. Angeboten werden ebenso nachgelagerte Services, wie z. B. Wartungsverträge für installierte Fenster und Türen oder auch Kundendienstaufträge.

Grundsätzlich arbeitet HeldA plattformunabhängig, ist also an keinen Profilanbieter gebunden. Gegründet wurde das Unternehmen von Profine-Geschäftsführer Dr. Peter Mrosik. „Auch wenn wir uns mit Profine-Produkten sehr gut auskennen, haben wir im Laufe der zwei Jahre alle gängigen Profilsysteme aus Kunststoff und Holz, Holz/Alu oder Alu verarbeitet. Wir kooperieren mit allen großen Systemhäusern, auch in der Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Seit letztem Jahr montieren wir darüber hinaus Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassaden, bspw. von Schüco. Neue große Kooperationspartner wie Ventana oder Peter van Kempen unterstützen uns darüber hinaus auch in der Monteur-Qualifizierung“, betont Luft.

Qualifizierte Mitarbeiter aus vielen Bereichen

Die Mitarbeiter bringen Erfahrungen in der Fenster- und Türenmontage mit oder haben als Schreiner, Tischler oder Metallbauer gearbeitet. Manche, wie Montagetrupp-Vorarbeiter David Prill, waren sogar früher selbstständige Monteure, die zwischendurch die berufliche Ausrichtung geändert und dann wieder in den angestammten Beruf zurückgefunden haben. Voraussetzung sei dies aber nicht. Wichtig ist eine handwerkliche Grundbefähigung und eine gesunde Motivation, besondere Leistung zu bringen. Das Unternehmen biete unterschiedliche Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung an. Angefangen mit einer mehrstufigen Qualifizierung auf Basis eines Punktesystems für Helfer und Monteure bis hin zur Qualifizierung von Bauleitern. Diese interne Zertifizierung gelte für ein Jahr und müsse regelmäßig erneuert werden. In spätestens zwei Jahren soll ein digitales Handwerkerbüro etabliert werden, was jeder Monteur bedienen kann und in dem alle Geschäftsprozesse digital und webbasiert abgebildet werden können.

Auf der nächsten Seite finden Sie ein ergänzendes BM-Interview mit HeldA-Geschäftsführer Peter Luft.

HeldA GmbH

40789 Monheim am Rhein

www.helda.de


Der Autor

Rainer Hardtke beschäftigt sich seit
rund 30 Jahren mit den Werkstoffen Glas und Kunststoff. Dabei ist er immer
wieder überrascht, wie viel Entwicklungspotenzial zu finden ist. 


BM im Interview mit HeldA-Chef Peter Luft

Wir unterstützen bei der Fenstermontage«

Der Montagedienstleister HeldA konzentriert sich seit rund zwei Jahren auf die Abwicklung von mittleren und großen Objekten im Neubau. Dabei werden nicht nur Engpässe von Fensterherstellern und Händlern überbrückt, sondern auch langfristige Partnerschaften angestrebt. Darüber haben wir mit Geschäftsführer Peter Luft gesprochen.

Rainer Hardtke

BM: Über die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter haben wir schon etwas erfahren, aber woher kommen neue Mitarbeiter?

Peter Luft: Empfehlungsmarketing! Viele Mitarbeiter erreichen uns über „Mund zu Mund“. Das ist die höchste Quote. Aber auch von der Agentur für Arbeit erhalten wir Vorschläge. Mein erster Mitarbeiter kam zum Beispiel von dort. Er ist jetzt fast 60 Jahre alt. Vielleicht spricht sich auch herum, dass wir unbefristet einstellen und es Zeitverträge nur auf Wunsch gibt. Viele Mitarbeiter kommen aus ungekündigten Arbeitsverhältnissen zu uns.

BM: Feste Mitarbeiter sind eine gute Basis. Wie fangen Sie Ihre eigenen Auftragsspitzen ab?

Peter Luft: Wir arbeiten deutschlandweit mit einem engen Netzwerk an Tischlern und Schreinern zusammen, die wir bei Bedarf beauftragen und die für uns arbeiten. Das ist keine Dauerlösung, funktioniert aber im Bedarfsfall sehr gut. Manchmal ist es auch der Einstieg in ein dauerhaftes Geschäft.

BM: Zu Anfang begegnete die Öffentlichkeit HeldA mit großer Skepsis. Wie empfinden Sie die Lage heute?

Peter Luft: Ich denke, wir sind dabei, uns zu etablieren. Die Marktteilnehmer haben akzeptiert, dass ein qualifizierter Montage-Dienstleister mit validierbaren Ergebnissen und definierten Qualitätsanforderungen schon lange gefehlt hat. Nun sind wir da und besetzen eine Nische, die für alle Seiten mehr Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit bietet. Manchmal weiß man ja erst, was einem gefehlt hat, wenn es auf einmal da ist. Eine Bestätigung unserer Idee sehe ich auch darin, dass es die ersten Nachahmer gibt.

BM: Wo liegt Ihr Ziel: in der Übernahme der Auftragsspitzen oder dauerhaften Partnerschaften?

Peter Luft: Die Auftragsspitzen sind oft nur der Einstieg. Der Auftraggeber honoriert die gute Leistung, wir werden wieder angefordert und daraus ergibt sich eine dauerhafte Partnerschaft. Und genau hier liegt unser Fokus – wir suchen strategische Partnerschaften. Mit 184 Fenster- und Fassadenbauunternehmen in Deutschland und den Niederlanden arbeiten wir mittlerweile regelmäßig zusammen, entweder in fünf bis sechs Projekten gleichzeitig oder mit nur einem Projekt im Jahr. Außerdem sprechen uns vermehrt die großen Wohnungsbaugenossenschaften an.

BM: Arbeiten Sie mit vorgeschriebenen Arbeitsmitteln oder verwenden Sie eigene?

Peter Luft: Die Arbeitsmittel werden vorgeschrieben, auch wenn wir oft gern mit entscheiden würden. Gründe dafür sind meistens Haftungsfragen, weil die Fensterbauer diese in iIhren CE-Kennzeichnungen definiert haben. Aber wir verwenden auch eigene Produkte, z. B. Kompribänder mit HeldA-Kennzeichnung.

BM: Sie arbeiten auch überregional – nur in Deutschland?

Peter Luft: Wir sind in Deutschland, Österreich und in den Beneluxstaaten tätig. Erste Kontakte gibt es nach Frankreich.

BM: Und wie geht’s weiter – gibt es bald HeldA-Fenster?

Peter Luft: Die wird es mit Sicherheit nicht geben. Unsere Aufgabe ist die Montage. Wir wollen die Qualität weiter vorantreiben und die Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Es gibt immer weniger Unternehmen, die Riesenprojekte mit allem Drum und Dran abwickeln, mit den Berichtsstandards oder der Dokumentation der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Wir müssen uns auch enger auf die Märkte einstellen. So ist der niederländische Markt viel fragmentierter als der deutsche und in Belgien dominieren die Fertighausbauer. Wir sind auf gutem Wege in Europa die Führerschaft im Montagebereich zu übernehmen.

BM: Eine Frage zum Schluss – HeldA, woher kommt das?

Peter Luft: Das war eine spontane Idee zur Gründung. Wir wollten den Mitarbeiter in den Vordergrund rücken und dachten, das Wichtigste am neuen Unternehmen wird die „heldenhafte Arbeit“ unserer Monteure sein.

Dieses Interview führte Rainer Hardtke im Auftrag von BM.

Branchenkenner: Vor HeldA hatte Geschäftsführer Peter Luft einen eigenen Montagebetrieb.
Foto: Rainer Hardtke

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