BM-Serie Altersvorsorge, Teil 4

Der Chef zahlt mit

Ihr Recht als Mitarbeiter: Wie betriebliche Altersvorsorge funktioniert, für wen sie sich lohnt und warum sich jetzt neu abgeschlossene Verträge besonders rentieren.

Dieter Homburg

Jeder Mitarbeiter, der sozialversicherungspflichtig angestellt ist, hat Anspruch auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Wenn es sich nicht aus einem gültigen Tarifvertrag ergibt, darf der Chef aussuchen, was er anbieten will: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse oder eine Direktzusage. Es können auch verschiedene Möglichkeiten kombiniert werden. Bietet Ihr Arbeitgeber gar nichts an, haben Sie zumindest Anspruch auf den Abschluss einer Direktversicherung.

Für wen lohnt es sich?

Wenn sich der Betrieb an den Beiträgen beteiligt, lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge besonders. Meist rechnet es sich ab einem mittlerem Einkommen von 30 000 Euro aufwärts aktiv zu werden. Am besten in einer Kombination mit einer hohen Arbeitgeberförderung.

Azubis, Minijobber und kinderreiche Familien sind im Allgemeinen mit der Riesterförderung besser bedient. Von einem betrieblichen Riestervertrag muss allerdings abgeraten werden.

Die betriebliche Altersvorsorge fußt auf einer Gehalts- oder Entgeltumwandlung. Das heißt, Sie verzichten freiwillig auf einen Teil Ihres Bruttogehaltes. Dabei entfallen die Steuer- und Sozialabgaben und das Geld wandert zu 100 Prozent in die Vorsorge. Auf diesem Weg können Sie bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze umwandeln.

Natürlich wird bei der Auszahlung dann nachträglich versteuert – aber unter Umständen zu einem besseren Prozentsatz. Auch müssen gesetzlich Krankenversicherte auf die Auszahlung den vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitragssatz berappen. Was oft nicht zur Sprache gebracht wird, ist, dass Sie aufgrund des Bruttolohnverzichtes auch weniger in die gesetzlichen Sicherungssysteme einzahlen und im Bedarfsfall weniger bekommen.

Arbeitgeber muss ab jetzt Zuschuss zahlen

Das neu in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz regelt, dass der Arbeitgeber bei neu abgeschlossenen Verträgen verpflichtet ist, 15 % Zuschuss zu zahlen, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. Für Bestandsverträge kommt die Zuschusspflicht des Arbeitgebers erst 2022 zum Zuge. Manche Arbeitgeber zahlen sogar mehr, fragen Sie deshalb in jedem Fall mal nach.“

Auch der Wechsel mit der eigenen bAV zu einem neuen Arbeitgeber ist möglich, allerdings nicht vorbehaltlos. Am besten Sie bringen das Thema gleich in die ersten Verhandlungen mit ein.


Der Autor

Dieter Homburg ist Finanzberater und Autor des Buches „Altersvorsorge für Dummies“.

www.dieterhomburg.de

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